Der Menschheitsfrühling des Anarchismus

Pierre RamusPierre Ramus, der für Freiheit so glühend gestritten und für Wahrheit so oft gelitten, war Schriftsteller, Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Herausgeber vieler Bücher, Broschüren, Zeitungen und Zeitschriften, verfaßt im Geiste des Humanismus, der sozialen Neukultur, des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der individuellen Selbstbestimmung.

Was die großen Kämpfer der anarchistischen Bewegung in der Zeit und in den Ländern, wo sie lebten und wirkten, bedeuteten, das war für Österreich unser lieber und unvergessener Freund Pierre Ramus (Rudolf Großmann). Wer ihn persönlich kannte, muß sich ehrlich eingestehen, daß er eine von ausgeprägtem Intellekt gezeichnete Persönlichkeit war, die alle Fähigkeiten in sich vereinigte, Menschenmassen mit zündender, eindrucksvoller Redegewandtheit zu begeistern und in seinen Bann zu ziehen. Welche Impulse von Ramus ausgingen, konnte ermessen, wer in seinen Versammlungen war, die er auf Einladung der anarchistischen Bewegung "Arbeiterbildungsverein" auch in Graz abhielt. Viele, sehr viele Menschen liebten, schätzten und verehrten ihn, hörten gespannt seinen aufrüttelnden sozialrevolutionären Vorträgen zu, welche hochaktuelle, meist kriegs- und staatsgegnerische Thesen enthielten und mit aus der Tiefe seines lauteren Charakters wie aus seinem Herzen strömender kraftvoller Stimme vorgetragen auf alle einen ganz besonderen Einfluß ausübten. Tosender Beifall brauste Ramus stets entgegen zum Dank für sein kühnes Auftreten in aller Öffentlichkeit als Künder der Freiheit, des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit und des wahren Menschentums im großen Saale, wo die Menschen dicht zusammengedrängt saßen und standen.

Doch in der dunklen Ära vom Jahre 1934 an, wo ein blutiger Bürgerkrieg ausbrach, bei dem die staatlichen Heimwehrfaschisten die aufständischen Arbeiter niederschossen, hernach alle um Freiheit und Gerechtigkeit kämpfenden Organisationen verboten wurden, verlor sich die für die wunderbare Idee des Anarchismus aufgeschlossene große Schar um Pierre Ramus angesichts der immer schärfer einsetzenden Verfolgung politischer Gegner durch dieses Regime. Die Allianz von Kirche und Staat war perfekt und zeitigte auch ihre Früchte:

Vollkommene Ausschaltung jedweder Opposition, Versammlungs-, Demonstrations- und Presseverbot. Elend und Not in der Bevölkerung waren vorherrschend, und nur mit Galgen und Konzentrationslagern konnte dieser "christliche" Staat existieren. Der Aufstand der unterdrückten und ausgebeuteten Arbeiterschaft gegen das Gewaltregime im Februar 1934 wurde wie jeder Gewaltaufstand mit äußerster Staatsbrutalität rücksichtslos niederkartäscht, denn das Privileg Gewalt anzuwenden besitzt ausnahmslos der Staat - für ihn ist die Gewaltanwendung im zivilen wie militärischen Bereich heiliges Recht, und die gegen ihn gerichtete Gewalt ist von seinem Standpunkt aus ein Verbrechen. Konsequenterweise wirft sich die berechtigte Frage auf, wer wohl der größere Gewaltverbrecher ist? Es ist ohne Zweifel der Staat! Er verkörpert das Böse auf Erden, weil er nicht im Geiste des Evangeliums handelt. Er kann es nicht tun, denn sein Reich ist das Reich des Goldes, der Macht, Gewalt und Herrschaft, des Prunkes für sich und der Bedrückung für alle Menschen des Fleißes und der Armut. Der Staat vertritt all das, was Jesus Christus das Böse nannte. Wie jeder Staat der Inbegriff von Autorität, Gewalt und Herrschaft ist - durch Justiz, Polizei und Militär geschützt - müssen ihm demzufolge kurz oder lang rebellierende, um ihre Freiheit und bessere soziale Lebensverhältnisse ringende Volksmassen entgegentreten. Ohne das wahre, auf der Bergpredigt Christi beruhende Menschheitsprinzip konnte der diktatorische christlich-soziale Ständestaat den gesunden, natürlichen Volksbestrebungen nach Freiheit und sozialem Wohlstand nicht Rechnung tragen. Unfähig dies zu tun, trieb dieser Staat die Volksmassen einer noch grausameren und schrecklicheren Diktatur entgegen, in der das Inferno des Todes, der Zerfleischung einerseits auf den Schlachtfeldern der "Ehre" im nationalsozialistischen Hitlerkrieg und andererseits die sadistische Massentötung von Millionen von Menschen in tausenden Gefängnissen und Konzentrationslagern vorherrschte. Statt eine gerechte und allbeglückende Sozialordnung des "von der göttlichen Vorhersehung auserwählt" sich rühmenden Führers Adolf Hitler zu errichten, hetzte und trieb dieses Scheusal in Menschengestalt sie in den größten völkerabschlachtenden Krieg, der wohl als das furchtbarste Menschheitsverbrechen in der Geschichte bezeichnet werden muß.

Hatte das furchtbare Henkersregime des Nationalsozialismus eine ungeheure Flut von Flüchtlingen heraufbeschworen, so hätte deren Verbleib in diesem Staat ihren sicheren Tod bedeutet. Auch unseren lieben und teuren Freund Ramus traf das grausame Geschick im Mai 1942. Auf der Flucht vor den Schergen Hitlers erlag er den Strapazen während der Überfahrt in die USA, und so konnten seine Verfolger doch noch triumphieren. Tragisch und allzu früh schied er von uns. Sein unersetzliches Leben ist nicht nur für die Anarchisten in Österreich, sondern für die internationale anarchistische Bewegung ein großer Verlust.

Hitler, von blindem Ehrgeiz und Größenwahn getrieben, hatte ein leichtes Spiel, die damals vorherrschende Not und Arbeitslosigkeit zu Gunsten seiner Tyrannenherrschaft auszunutzen. Mit seinem Pseudosozialismus und der nationalen Reinrassentheorie konnte er die blindgläubigen, politisch unmündigen Menschenmassen ködern und betören. Schließlich mißbrauchte er die ihm treu ergebene Gefolgschaft für seine Kriegs- und Eroberungsgelüste. Der durch ihn und seine Machtclique inszenierte zweite Weltkrieg beweist, wohin es führt, wenn der politische, moralische und ethische Reifegrad unter den Völkern im Sinne einer humanistisch-anti-militaristischen Zielsetzung fehlt. Er beweist, wie gefährlich es ist, Menschen zu wählen, die sich nicht so sehr um Volkswohlfahrt, sondern vielmehr um militärische Interessen kümmern, was durch die Forcierung der wahnsinnigen und verbrecherischen Aufrüstung zur Folge hat, den Militaristen und Kriegshetzern allzu leicht Chancen für mörderische Kriege zu geben. So ist es hoch an der Zeit, aus den schrecklichen Greueln aller Kriege endlich die Lehre daraus zu ziehen, das Denken im militaristischen, kriegerischen Sinne abzubauen und sich einer Zukunft in Gewaltfreiheit mit dem Ziele zuzuwenden, Freiheit, Friede und Wohlstand für alle zu erkämpfen.

Ja, diesem erhabenen Ziel widmete sich Pierre Ramus mit seiner ganzen Persönlichkeit. Von hohen Idealen beseelt nutzte er seine positive geistige Ausstrahlung und seine überzeugende Redekraft dafür, Menschen für seine Ideen zu gewinnen und mußte es wohl schmerzlich empfunden haben, eine nur dem Personenkult verfallenen Anhängerschaft zu hinterlassen, welche die Selbstinitiative zu freien Persönlichkeitsbildung als die wahre Triebfeder zu sozialen Befreiung aufgegeben hatte. Aber nichts widerstrebte ihm mehr, als durch entgegengebrachte Liebe, Sympathie und Anhänglichkeit sich selbst hervorgehoben zu sehen. Zu sehr stünde das im Gegensatz zu dem, was er wollte, nämlich die im Menschen positiven und schöpferischen Fähigkeiten zu wecken, selbst seine höchsten Glücksansprüche wahrzunehmen, wie überhaupt sein Geschick selbst zu bestimmen als Voraussetzung, gemeinsam zum Menschheitsfrühling des Anarchismus gelangen zu können.

Für dieses hohe Ziel, die Geistesidee des Anarchismus in den Gehirnen der Menschen verankert zu sehen, damit sie ebenfalls mutige Kämpfer zur Verwirklichung dieser wunderbaren Idee würden, setzte Ramus sein ganzes Ich ein. Aber das Porträt dieses edlen und kühnen Streiters für die geistige wie soziale Befreiung der Unterdrückten, Ausgebeuteten und Entrechteten wäre unvollständig, würde man nicht die Bedeutung seiner Persönlichkeit in Erwägung ziehen, die sich in seiner literarischen Tätigkeit widerspiegelt. Das universelle Wissen, die umfangreichen geschichtlichen Kenntnisse in Bezug zur Kulturentwicklung der Menschheit, insbesondere der Arbeiterbewegung, sein ausgeprägtes Gerechtigkeits- und Sozialempfinden, seine Teilnahme von früher Jugend an als tätig drängender im evolutionären und revolutionären Kampf und nicht zuletzt sein unerschütterlicher Optimismus ließen in ihn die geistige Kraft reifen, Schriftwerke sozialer und kultureller Art zu schaffen, in denen seine schriftstellerische Größe zum Ausdruck kommt. Er hinterließ uns viele an Inhalt wertvolle Bücher, Broschüren und diverse andere Schriftstücke. Leider existieren von seinem literarischen Nachlaß nur noch ganz wenige Werke, deren glückliche Besitzer sie hüten wie einen kostbaren Schatz.

Um nur einige seiner berühmten Werke herauszustellen, sollte in erster Linie "Die Neuschöpfung der Gesellschaft durch den kommunistischen Anarchismus" erwähnt werden. Dieses Werk biete uns die beste Konstruktion zu einem gesellschaftliche Bauwerk von höchster Vollendung. Man muß das wunderbare Werk gelesen haben, um einen Vergleich ziehen zu können, in welchem Zustand die gesamte Menschheit gegenwärtig sich befindet: Von Minderheiten machthungriger und geldgieriger Egoisten und Materialisten beherrscht, gehetzt, geschunden und betört, gehen die Menschen unaufhaltbar ihrem sicheren Untergang entgegen. Die utopischen Jenseitsvertröstungen kirchlich-religiöser Dogmatiker und die fundamentale Lüge von der Unfehlbarkeit und Zweckmäßigkeit des Staates durch gerissene Demagogen weltlicher Art sind die Glaubensbekenntnisse traditioneller Gebundenheit, mittels derer die irregeführten Massen in einem verwirrenden Chaos zu versinken drohen. Nur die unverzügliche Loslösung von dieser überholten Geisteskonzeption schafft die Bedingung, eine Scheinwelt zu verdrängen, die morsch und faul bis ins Innerste geworden ist und alle Anzeichen hat, in sich zusammenzubrechen.

Dem steht eine neue, bessere und schönere Welt im Lichte gereifter Vernunft und Erkenntnis gegenüber, wie uns die in Theorie verfaßte und in der Praxis aufzubauende "Neuschöpfung" als rettender Weg und erstrebenswertes Menschheitsideal sich darbietet. Wenn uns Jesus Christus in seiner Bergpredigt den tiefen Sinn des Lebens in moralischer und ethischer Hinsicht offenbart hat, um der göttlichen Vollkommenheit näher zu kommen, übermittelt die "Neuschöpfung" die notwendigen geistigen und materiellen Voraussetzungen zur Ergänzung menschlicher Glückseligkeit.

Wie die zum Sturz gebrachten Staatsdiktaturen des Ostens, welchen die "Allerweltweisheitslehre" des Marxismus zugrunde lag, uns den besten Beweis erbrachte, daß der totale Staatszentralismus nie und immer zur Freiheit und sozialen Beglückung des Weltproletariats führen kann, sondern immer nur den nach Staatsherrschaft Strebenden die Gelegenheit bietet, hat uns Pierre Ramus mit seinem ebenfalls bedeutenden Werk "Die Irrlehre und Wissenschaftslosigkeit des Marxismus im Bereich des Sozialismus" eine höchst aufschlußreiche Klarheit verschafft, ein vernichtendes Urteil gegen Marx' Geist und die von ihm aufgestellten Thesen zum Ausdruck gebracht. Marx' Geist in all seinen Werken widerspiegelt keine prophetischen Weissagungen, die aufklärend das geistige Rüstzeug wären im soziale Kampfe für das Weltproletariat, um sich von Ausbeutung und Unterdrückung staatsherrschaftlicher Elemente befreien zu können.

In der geistigen Auseinandersetzung mit Karl Marx vermittelt uns die "Irrlehre" mit präziser, schonungsloser und logischer Argumentation die totale Fehlkonstruktion des Marxismus, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben darf, jede soziale wie ökonomische Grundlage vermissen läßt, weit entfernt davon sozialrevolutionierend zu sein vielmehr zu verhängnisvollen Begriffsverwirrungen führt. Mit der Lockspeise der "Diktatur des Proletariats" als Gipfelpunkt der Weisheit brachte der Marxismus den klaren Beweis seiner Unhaltbarkeit, seiner sozialen wie kulturellen Fundamentslosigkeit, folglich er mit dem etablierten sogenannten "real existierenden Sozialismus" in den Ostblockländern unaufhaltsam zum Bankrott, zum totalen Zusammenbruch führen mußte.

So müssen die aus der Umklammerung staatlichen Zwangs befreiten Völker sich jetzt bewußt werden, daß ihnen der sogenannte diktatorische Arbeiter- und Bauernstaat zum Verhängnis geworden ist, um daraus die Lehre zu ziehen, in keiner Weise sich der Profitgier und Monopolgewalt des westlichen Kapitalismus auszuliefern, sondern in weiser Überlegung eine reine Bedarfswirtschaft im Sinne freier Produktion und Konsumption auf der Basis kollektivistischer Wirtschaftsstruktur zu organisieren bei vollkommenem Ausschluß jeglichen Geldes, weil daraus der asoziale, erbärmliche Gesellschaftszustand "Arme und Reiche" auf der ganzen Welt resultiert. Wir müssen also die auf legalem Raub und Ausbeutung fundierte Monopolwirtschaft des Staats- und Privatkapitalismus für den Aufbau einer freien, herrschaftslosen Gesellschaft im Sinne des anarchistischen Sozialismus - Kommunismus für gänzlich unbrauchbar, für überholt und dem Anachronismus zugehörig erklären und sie beseitigen. Ist die marxistische Doktrin im krassen Gegensatz zum echten Kommunismus stehend, übermitteln die "Irrlehre" und die "Neuschöpfung" die geistigen Baustoffe zur freien Gesellschaft, in der die Ausbeutung des Weltproletariats durch eine herrschende Minderheit der Vergangenheit angehört und die nur mittels des Kommunistischen Anarchismus zu erlangen ist.

Der Persönlichkeit Pierre Ramus würdevoll zu gedenken, wäre aber unvollständig, würde man nicht sein ganz besonderes Erlebnis als überzeugter und konsequenter Antimilitarist erwähnen. Wir lernen seine mutige und hervorragende Haltung im 1. Weltkrieg kennen, seine moralische Verpflichtung und Selbstverständlichkeit, den Kriegsdienst zu verweigern in den düsteren Jahren der damals grauenvollen Völkerzerfleischung. Bei der großen Kriegsbegeisterung dummer, verblendeter, zum patriotischen Fanatismus aufgehetzter Volksmassen, die bereit sind zu erschlagen und zu lynchen, braucht es viel Mut, NEIN zu sagen zur Menschenbestialität, welche sich auf den Schlachtfeldern der "Ehre" von 1914 - 1918 austobte. Das NEIN zum Krieg wurde Ramus zum Verhängnis im damaligen k. u. k. monarchistischen "christlichen" Kriegsstaat, der - welche Infamie - die gesetzliche Todesstrafe wegen Kriegsdienstverweigerung verhängte. Unter Anklage gestellt, muß man Ramus bewundern ob seiner scharfen Argumentation gegen den zu Unrecht gemachten Prozeß, der die geistige Kluft entstehen ließ zwischen dem Ankläger und ihm, dem Angeklagten, der für Friede und Menschlichkeit gegen den Kriegsbarbarismus kämpfte. Seine Ankläger, ganz im Dienste der totalen Kriegsstaatsmacht, unter gehorsamer, patriotischer Pflichterfüllung stehend, plädierten für die Todesstrafe. Im Hin und Her des geistigen Gefechts bei den vielen Gerichtsverhandlungen im Wiener Kriegsgericht wurde Ramus schließlich mittels seiner Selbstverteidigung mit den Gesetzen menschlicher Vernunft,, Moral und Ethik als wirksame geistige Waffe vom Zwang, Kriegsdienst zu leisten, befreit und bis zum Kriegsende unter Hausarrest gestellt. Dieses Erlebnis, in seinem wunderbaren Roman "Der Friedenskämpfer des Hinterlandes" niedergeschrieben, verkörpert das wahre Heldentum eines Menschen mit ziviler Courage und vorbildlicher Charakterhaltung, und ein solches Heldentum hat im Wandel der Zeit einen erfreulichen Aufschwung in Bezug Kriegsdienstverweigerung gebracht. Besonders nach dem grauenvollen 2. Weltkrieg bekommt der Wille, die Notwendigkeit, den Kriegsdienst zu verweigern immer stärkeren Auftrieb dank der Vernunft und positiver, geistiger Gewecktheit selbstbewußter junger Männer, angespornt durch die instinktive Abscheu vor verbrecherischen Kriegen und ihrer grausigen Bilanz. So sei auch dieses zu würdigende Werk von Ramus als Kleinod für diejenigen, die daraus das Gedankengut entnehmen wollen, um als Argumentation für den dringenden Kampf gegen den ungeheuerlichen Militarismus u benützen.

Mit seinen außergewöhnlichen und einzigartigen Werken hat uns Pierre Ramus wunderbare Geschenke hinterlassen, die im großen Maße die anarchistische Literatur bereichern und mit dem Werdegang seines Lebens ist er uns ein leuchtendes Vorbild eines edlen Menschen und sozialen Kämpfers. Wer seine Werke nicht nur oberflächlich durchgelesen hat, dem sind sie fundamentale Lehrbücher, die das Geistesgut vermitteln, ihn zu befähigen, theoretisch wie praktisch zu wirken für ein Vorwärts zum alle beglückenden Menschheitsfrühling. Nützen wir daher die Gelegenheit zum ehrenden Gedenken seines 110. Geburts- und 50. Todesjahres, sich seiner umfangreichen Schriften an Büchern und Broschüren anzunehmen als wertvolles Vermächtnis eines der Menschheit viel zu früh entrissenen Streiters für soziale und geistige Neukultur im Sinne des Friedens, der Gewaltlosigkeit und individuellen Selbstbestimmung auf dem dunklen Wege ihrer Entwicklung zur Freiheit, dann erweisen wir einem unserer besten Freunde wie der gerechten Sache des herrschaftslosen Sozialismus - kommunistischen Anarchismus, für die er gestritten hat, die ihm gebührende Liebe und Treue.

Ferdinand Groß

Aus: "Friedolins Befreiung" Nr. 2/1998

Originaltext: http://oeh.tu-graz.ac.at/~arge-kdv/f298_a4.htm

Zusätzliche Informationen