News / Mein "Blog"

Neues aus anarchistischen und sozialrevolutionären Bewegungen und was mir halt gerade so durch den Kopf geht. Die alten Beiträge findet ihr nach Monaten sortiert, einzelne sind thematisch archiviert oder wurden in die Textsammlung verschoben. Regelmäßig aktualisierte News gibt es zudem bei meinem Twitter-Account.


 

Stern Musiktipp der Woche: Drahdiwaberl

So sicher wie das Amen im katholischen Gebet: die österreichische Medienberichterstattung über die zu erwartenden "Chaoten aus Deutschland" vor linken Großdemonstrationen. Und manchmal glaubt die Polizei ihren Blödsinn selber wie Ende Juli bei der mit 1.700 BeamtInnen durchgeführten Räumung der Pizzeria Anarchia im 2. Bezirk und deren 19 HausbesetzerInnen. Von den befürchteten "300 deutschen Chaoten" war freilich weit und breit nichts zu sehen...

Drahdiwaberl: Terrorprofi aus der BRD

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Stern Das Anarchistische Erbe: Max Nettlau

Max Nettlau, geboren 1865 in Waldegg und 1944 in Amsterdam verstorben, gilt als bedeutendster Historiker der anarchistischen Bewegung. In den letzten Monaten wurden zahlreiche seiner Schriften digitalisiert, u.a. das umfangreiche Archiv seiner Unterlagen am "International institute for social history" in Amsterdam.

 





Stern FAU Wien gegründet

In Anbetracht unserer Arbeitssituation, der ökonomischen Abhängigkeit und der Verschärfung der Ausbeutung unserer Klasse, gründeten diesen Sommer Arbeiterinnen und Arbeiter in verschiedenen Arbeitszusammenhängen die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Wien (FAU-Wien). Die FAU-Wien ist eine Gewerkschaft, die auf den Prinzipien des Anarchosyndikalismus aufbaut und für alle Arbeiterinnen und Arbeiter offen steht. Wir sind unabhängig von Staat, Interessenvertretungen und ArbeitgeberInnen. Wir verpflichten uns nicht zur Friedenspflicht, betreiben keine StellvertreterInnenpolitik und die Mitglieder entscheiden über alle Belange ihrer Gewerkschaft selbst. Auch wenn wir den gleichen Namen wie die FAU in Deutschland und der Schweiz haben, sind wir organisatorisch und strukturell nicht in diese eingebunden.

Wenn unser Ziel die herrschaftsfreie und solidarische Gesellschaft ist, in der jede/r nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten leben soll, müssen wir jedoch die aktuellen Bedingungen erkennen und unser Leben hier und heute in die Hand nehmen. Das bedeutet für uns, dass wir die aktuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Klasse tagtäglich verbessern werden und so Stück für Stück diese sogenannte „Utopie“ Realität werden lassen. Die Auseinandersetzung mit dem Staat, seinen Machtstrukturen, wie auch den Strukturen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung sind in uns allen tief verankert, aus diesem Grund bedarf es eine kontinuierliche Auseinandersetzung und das Erkennen und Erlernen der eigenen Macht. Die Gründung unserer Gewerkschaft hat ihren Grund nicht in schönen Ideologien, theoretischer Reinheit und/oder Revolutionsromantik, sondern ergibt sich aus unserer ökonomischen Notwendigkeit als Arbeiterinnen und Arbeitern. Schöne Ideen gibt es viele, Heilsversprechungen für die Zukunft zuhauf, jedoch im Hier und Jetzt bauen wir in der alten Gesellschaft die neue auf!

Solidarische Grüße,

FAU-Wien

Weitere Infos und Homepage: http://fau.or.at





Stern Musiktipp der Woche: Johnnie Rook

Punkrock von Johnnie Rook - mehr davon gibt es hier.

Johnnie Rook: Kanonenfutter

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Stern The Islamic State

Sehenswerte Dokumentation über das von ISIS errichte Kalifat in Syrien und Irak.
 





Stern Veranstaltung: Lesung aus Anlass des 200. Geburtstages von Michail Bakunin (1814-1876)

Ilija Trojanow und Gerhard Senft bringen verschiedene Texte von und über Bakunin (Fritz Brupbacher, Madeleine Grawitz, Max Nettlau u. v. a.)

Der Bilderstürmer Michail Bakunin wäre wahrscheinlich ziemlich verwundert über die Vielzahl der Gedenkveranstaltungen weltweit anlässlich seines 200. Geburtstages. Aber an Bakunin kommt mensch nicht vorbei. Als Prototyp des modernen Sozialrevolutionärs versuchte er seine Konzepte aus der gesellschaftlichen Praxis und aus seinen leidenschaftlichen Überzeugungen heraus zu entwickeln. In seiner Beschäftigung mit Gott, Staat und Kapital verschaffte er seiner Mit- und Nachwelt wertvolle Einsichten, nie aber ging es ihm dabei um abstrakte Gesellschaftsentwürfe.

2. September 2014, 19.30 Uhr. Vokü ab 19:00
Anarchistische Bibliothek Wien
Lerchenfelder Straße 124 - 126 / Hof 3 / Tür1A
http://a-bibliothek.org/?p=3383





Stern Doku: Mühlfeldgasse 12 - Pizzabrot statt Wohnungsnot

Über zwei Jahre kämpften Bewohner_innen in Wien Leopoldstadt um ein Mietshaus. Die Eigentümer holten sich im November 2011 Personen in das Haus, denen sie einen Prekariatsvertrag für ein halbes Jahr gaben. Nach diesem halben Jahr beschlossen diese Menschen aber dennoch zu bleiben, denn sie hatten mitbekommen mit welchen Mitteln die Hauseigentümer gegen die eigenen Mieter_innen vorgehen.

Nach langjährigen Auseinandersetzungen, folgte schließlich eine gerichtliche Räumungsklage. Am 28. Juli 2014 kam es zur Räumung.

Sehenswerte Dokumentation von WienTV:





Stern Mo. 28.7.2014: Räumung der Pizzeria Anarchia verhindern!

Wir rufen dazu auf am 28.07 spä­tes­tens um 05.00 in die Mühl­feld­gas­se 1020 Wien zu kom­men um die Räu­mung im Rah­men des zi­vi­len Un­ge­hor­sam zu ver­hin­dern. Wir gehen davon aus, dass die Po­li­zei die Ge­gend um das Haus ab­sper­ren wird. Wie groß diese Sperr­zo­ne sein könn­te ist noch nicht be­kannt. Ge­rüch­ten zu­fol­ge soll ab 06.00 die Ge­gend ab­ge­sperrt sein.

Wir bauen stark auf einen de­zen­tra­len und selbst­or­ga­ni­sier­ten Pro­test und freu­en uns über jede Form der So­li­da­ri­tät.

Der Wa­gen­platz Treib­stoff kann wäh­rend der Räu­mung als Rück­zu­g­ort ge­nutzt wer­den. Hier wird es neben vega­ner Ver­pfle­gung auch ein In­fo­point geben. Den In­fo­point könnt ihr unter der Num­mer 004368184254798 er­rei­chen. Für Men­schen wel­che das Be­dürf­nis haben über Er­leb­tes zu spre­chen wird auch eine Out of Ac­tion Grup­pe vor Ort sein.

Um zum Wa­gen­platz Treib­stoff zu ge­lan­gen geht ihr am bes­ten über die Pra­ter Haupt­al­le und biegt links in die Kai­ser­al­le ein. Beim Kreis­ver­kehr rechts und immer ge­ra­de aus. Dau­ert ca. 20 min (2.7km von Pra­ter­stern)

EA/Rechts­hil­fe wird unter der Num­mer 004368181670721 er­reich­bar sein.

Seit dem WKR-Ball sind die Bul­len ge­reizt. Passt also auf­ein­an­der auf und seid so­li­da­risch. Wenn ihr Schlaf­plät­ze be­nö­tigt mel­det euch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In­fonum­mer: 004368184254798
EA/Rechts­hil­fe: 004368181670721
Schlaf­platz­bör­se: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Twit­ter Li­ve-Ti­cker: @An­ar­ch­ia­Piz­za

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/119336
Sonstiges: Der Standard-Artikel vom 26.9.2014

Pizzeria Homepage





Stern Juni-Ausgabe der Gaidao erschienen

Die Ausgabe gibt es hier als PDF zum lesen und runterladen.





Stern 13.06.2014 Diskussionsveranstaltung - "Beruf und Bewegung"

Wir wollen den Text Beruf und Bewegung (hier als .pdf) zu Diskussion stellen.

“Vor drei Jahren kam es zu einem kleinen Skandal, als die griechische Gruppe tptg mit einem offenen Brief bekannt machte, dass der Mitbegründer von Aufheben, John Drury, im Rahmen seiner akademischen Laufbahn in Crowd Control u.a. Workshops für Polizei und Militär leitet und bei ihnen als »Ideengeber« gilt. Er selber forscht über Massenpanik und Rettungsmaßnahmen.”

 

 

“Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kryptografie ist genausowenig »neutral« wie crowd control. Und wer seine soziologischen Thesen auf Verfassungsschutzpodien vorträgt, braucht anderen nicht mit dem »Anna und Arthur haltens Maul«-Gestus zu kommen. Paradoxerweise herrscht aber in Teilen der radikalen Linken genau diese Doppelmoral, weil die eigene Lohnarbeit nicht thematisiert wird. “

 

“Macht Schluss mit den Prekariats-Ideologien! Niemand hat versprochen, dass im Kapitalismus alle eine ihrer Qualifikation entsprechende Anstellung/Bezahlung kriegen! Erfüllung im Beruf zu finden, war schon immer ein Privileg der Mittelschichten. Wer einen garantierten und seinem Studienabschluss entsprechenden Arbeitsplatz als sein spezielles individuelles Recht betrachtet, anstatt die kapitalistische Tretmühle hinter solchen Versprechen und solchen Spaltungen zu kritisieren, affirmiert die kapitalistische Konkurrenz. Anstatt ihre mangelnden beruflichen Perspektiven zu bejammern, sollten die »überqualifizierten Prekären« lieber den Kapitalismus kritisieren!”


13.6.2014, 19:30 Uhr, Anarchistische Bibliothek Wien
Lerchenfelder Straße 124-126/ Hof 3/ Tür 1a, 1080 Wien





Zusätzliche Informationen