Ausarbeitung zu Erich Mühsam

1. Was ist Anarchismus
2. Wirken auf Mühsam
2.1. Peter Kropotkin
2.2. Gustav Landauer
3. Mühsams Schriften
3.1. Das idealistische Manifest
3.2. Die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip
4. Der Versuch einer Biographie
4.1. Bis zum ersten Weltkrieg
4.2. Die Ein-Mann-Zeitschrift «Kain»
4.3. Der 1. Weltkrieg
4.4. Die Revolution und danach
5. Literatur zum Thema
5.1. Anarchismus
5.2. Erich Mühsam
5.3. Zeitschriften
5.4. Internetadressen

1. Was ist Anarchismus?

Wer sich mit Erich Mühsam beschäftigt, mit seinem Denken, kommt am den Ideen des Anarchismus nicht vorbei. Mühsam beschreibt den Anarchismus in seinem Aufsatz «Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat. Was ist kommunistischer Anarchismus?" dabei wie folgt: «Anarchismus ist die Lehre von der Freiheit als Grundlage der menschlichen Gesellschaft. Anarchie, zu deutsch: ohne Herrschaft, ohne Obrigkeit, ohne Staat, bezeichnet somit den von den Anarchisten erstrebten Zustand der gesellschaftlichen Ordnung, nämlich die Freiheit jedes einzelnen durch die allgemeine Freiheit. In dieser Zielsetzung, in nichts anderem, besteht die Verbundenheit aller Anarchisten untereinander, besteht die grundsätzliche Unterscheidung des Anarchismus von allen anderen Gesellschaftslehren und Menschheitsbekenntnissen." Die Idee des Anarchismus ist keine homogene, sondern vielmehr eine Vielzahl von Ideen mit einer bestimmten Ausrichtung. «Anders als der Marxismus kennt der Anarchismus kein geschlossenes Lehrsystem.»[1] Man findet den kommunistischen Anarchismus, der stark von Kropotkin, auf den im späteren Verlauf noch eingegangen wird, beeinflusst wurde, den Individualanarchismus, welcher sich auf Stirners Einzigen beruft [2], den Mutualismus, den Kommunalismus und den Anarchosyndikalismus. Eines verbindet diese Ideen jedoch alle, dass der Mensch frei ist und keine Autorität, sei es Staat, Kirche oder Familie, ihn unterdrücken dürfe. Für die sozialistischen Anarchisten formulierte Bakunin dies folgendermaßen: «Es gibt nur ein einziges Dogma, ein einziges Gesetz, eine einzige moralische Grundlage für den Menschen, die Freiheit. Die Freiheit seines Nächsten ist die Pflicht; ihn lieben, ihm dienlich sein, ist die Tugend.»[3] Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangspunkte des Anarchismus bieten sich auch unterschiedliche Neustrukturierungen der Gesellschaft. Von Räten bis hin zur temporären Vereinigung der Menschen zum erreichen eines bestimmten Ziels, Stirners Zweckgemeinschaften. Die bekanntesten Vertreter des Anarchismus waren Bakunin und Prodhoun, die großen Gegenspieler Marx' und Kropotkin.

Die einflussreichsten deutschen Anarchisten waren Rudolf Rocker, Erich Mühsam und Gustav Landauer. Von den heute lebenden Anarchisten ist vor allem Noam Chomsky zu nennen, ein amerikanischer Linguistiker, der auch zahlreiche Werke über den Kapitalismus [4] , die Außenpolitik der USA [5] , und den Anarchismus verfasst hat und von der New York Times als einer der «vielleicht bedeutendsten lebenden Intellektuellen» genannt wurde. Auch Murray Bookchin spielt heute eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung des Anarchismus, hat jedoch kaum eine Rezeption außerhalb der Anarchisten. Zur «Gewaltfrage» gibt es innerhalb des anarchistischen Spektrums unterschiedliche Ansichten. Die pazifistischen Anarchisten um die Graswurzelrevolution, der führenden deutschen Zeitschrift von Anarchisten neben dem «Schwarzen Faden» und der «direkten Aktion», lehnen die Gewalt prinzipiell ab. «Da militärische Kampfformen immer auch eine militärisch-hierarchische Organisationsform bedingen, wenn sie nicht bloße Gesten, sondern wirksam sein wollen, bedeutet die Bürgerkriegskonzeption der Revolution immer die Errichtung eines Apparates, der mit den Zielen der Emanzipationsbewegung regelmäßig in Konflikt gerät und sie vom Ziel der Herrschaftslosigkeit abdrängt.» [6] Deshalb wenden sich pazifistische Anarchisten gegen die Gewalt als legitimes Mittel. Bakunin hingegen, der selbst als Revolutionär tätig wurde, sprach sich für die «gewalttätige» Revolution aus, welche im Keim schon den Anarchismus in sich trage, indem die Revolutionäre sich nicht hierarchisch organisierten sondern mitten aus dem Volk heraus. Eine weitere wichtige Figur in diesem Zusammenhang ist Netschajew, welcher das Prinzip der «Propaganda der Tat» verfocht, welches besagte dass die Tat (z. B. ein Attentat) im nicht revolutionären Volk den revolutionären Funken entzünden würde, da man sehen würde, dass das System angreifbar sei. Den größten Einfluss erhielt der Anarchismus in Spanien, wo er 1936, während des Bürgerkriegs zu der bedeutendsten Macht wurde. Geprägt von Bakunin, der im 19. Jahrhundert starken Einfluss in dem Land nahm, schlechten materiellen Bedingungen und ein starker Antiklerikalismus erreichte er dort (vor allem in Katalonien) eine Anhängerschaft vom Millionen (1937 hatte die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT 2,5 Millionen zahlende Mitglieder). Aber auch die ukrainische Machno-Bewegung hatte lange Zeit ein großes Gebiet befreit.

Was festzuhalten bleibt ist, dass die Abschaffung aller Autorität aufgrund der Freiheit des Einzelnen Grundlage des Anarchismus ist und auch für Erich Mühsams politisches Denken die Grundlage war. Maßgeblich wurde Mühsam dabei von seinen Zeitgenossen Gustav Landauer und Peter Kropotkin beeinflusst, auf die im folgenden eingegangen werden soll.

[1] Delzer, Markus: «Die Eroberung des Brotes, Leben und Werk des Peter A. Kropotkin», http://www.user.uni-bremen.de/~mythos/3sem98sb3.htm
[2] Stirner, Max: «Der Einzige und sein Eigentum», Stuttgart, 1972.
[3] Bakunin, Michail: «Staatlichkeit und Anarchie - und andere Schriften», Frankfurt, Berlin, Wien, 1981, S. 4.
[4] Chomsky, Noam: «Profit over People»,
[5] Chomsky, Noam: «Clintons Visionen»,
[6] Grundlagentext der «graswurzelrevolution», http://www.comlink.de/graswurzel/staatlichkeit_anarchie.html

2. Wirken auf Mühsam

2.1. Peter Kropotkin

Peter Alexjewitsch Kropotkin, 1842 als Sohn eines russischen Königsgeschlechts in Moskau geboren, gilt heute als der wichtigste Vertreter des kommunistischen Anarchismus. Charakteristisch für den kommunistischen Anarchismus ist der «antiautoritären Sozialismus". Kropotkin entwickelt ein Menschenbild, in welchem der Mensch als Individuum mit anderen zusammen die Befriedigung von Bedürfnissen (materieller und geistiger) sucht. Da der Mensch nun nicht alleine lebe entwickele er, nach Kropotkin, auch Gefühle und Solidarität sowie den Wunsch nach Arterhaltung und den Erhalt der Gesellschaft. So ist auch der Freiheitsbegriff Kropotkins ein kollektivistischer und keineswegs ein individualistischer. Als Herdentier wird die Freiheit des Einzelnen solange nicht eingeschränkt, solange jedwede Beziehung zu anderen auf der Grundlage des gegenseitigen Einvernehmens stattfinden, alle Facetten des gesellschaftlichen Leben umfassen und nicht durch eine Autorität diktiert werden. Diese Gegenseitigkeit ist Kropotkins Prinzip eines gesellschaftlichen Lebens im kommunistischen Anarchismus. Diese Gegenseitigkeit würde das Produkt einer evolutionären Entwicklung sein. In seinem Werk «Gegenseitige Hilfe im Tier- und Menschenreich" bemüht sich Kropotkin nachzuweisen, dass der Solidarität und der gegenseitigen Hilfe im Leben der Tiere eine größere Bedeutung beigemessen werden muss, als von Charles Darwin. Er versucht nachzuweisen, dass sich Solidarität im Kampf ums Dasein vorteilhaft auswirkt. Damit steht Kropotkin im starken Widerspruch zum herrschenden Zeitgeist, welcher das darwinistische Prinzip des Bestangepasstesten auf die menschliche Gesellschaft übertragen wollte in dem Sinne, dass der Stärkste überlebe. Kropotkin sieht den Staat als ein Hemmnis der evolutionären Entwicklung hin zu einer Gesellschaft der «Gegenseitigen Hilfe», da er in seinen Geschichtsstudien die gegenseitige Hilfe dann am stärksten verbreitet vorgefunden hatte wenn der Einfluss des Staates am geringsten war. Er kritisiert den modernen Staat (dessen Beginn er im 16. Jahrhundert datiert) auch als Stütze des Kapitalismus', sowie dessen Schöpfer.

2.2. Gustav Landauer

Mühsam lernte Gustav Landauer in Berlin kennen und schätzen. In seiner Zeitschrift «Der Sozialist" veröffentlichte er auch Artikel. Gustav Landauers «Der Sozialist" war auch eine der wenigen Zeitschriften, welche Mühsams Texte während des Boykotts Mühsams durch die Presse noch veröffentlichte. Auch in der anarchistischen Theorie hatte Mühsam viele Gedanken von Landauer aufgegriffen, wie beispielsweise den der «Ordnung durch Bünde der Freiwilligkeit". An der Seite Landauers kämpfte Mühsam auch für die Münchner Räterepublik im Jahre 1919. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde Landauer ermordet.

3. Mühsams Schriften

Grundlage der Analyse ist das Reclam-Band "Trotz allem Mensch sein - Gedichte und Aufsätze» von Erich Mühsam, erschienen in Stuttgart, 1984. Seine Zeitschrift «Kain" wird in Mühsams Biographie besprochen.

3.1. Das Idealistische Manifest

Zunächst möchte ich das «Idealistische Manifest» (S. 99 - S. 105) besprechen, da es meiner Meinung nach eine der Säulen für Mühsams Denken darstellt. In diesem Aufsatz unterscheidet er zwischen der bürgerlichen Moral, die immer gegenwartsverhaftet sei und den «zeitlosen Weiten [der] [1] neuen Moral» [2]. Diese neue Moral fordere das Ideal und schieße nach bürgerlicher Moral somit über das Ziel hinaus. Zweifel und Warnungen aus dieser bürgerlichen Moral heraus hätten jedoch keine Wirkung, denn «der Gedanke ist stärker als das Wort»[3] Die Wahrheit sei vielmehr ein Gefühl und dieses Gefühl, dass seine Wege kenne, könnten Argumente nicht widerlegen. «Verstandeskühle Einwendungen können richtig oder falsch sein, - an der Erkenntnis dessen, was gut und recht ist, prallen sie ab.»[4] Aller Fortschritt, so Mühsam, sei von diskreter Geburt, da er, bevor er seine Wirkung entfaltet gesät wurde, ohne das man, sobald man den Fortschritt erlebe, wisse wann. Aller Fortschritt stamme vom heiligen Geist, aus der Sehnsucht und der Bitternis vergangener Idealisten. Was Mühsam also sagt: Zuerst ist der Gedanke, die Saat, welcher sich erst später ausbreite. Dabei muss sich der Gedanke jedoch nicht in reiner Form ausbreiten. Er nimmt dazu ein Beispiel, die neue Jugend: Sie fordern zwar nicht den Anarchismus, aber sie fordern eines der wichtigsten Elemente des Anarchismus; die Selbstbestimmung. «Verstopfen wir unsere Ohren vor den Unkenrufen träger Philister und vor den Rechenexempeln praktischer Nörgler! Rufen wir die Wahrheit unserer Ideale aus, unbekümmert um Erfahrungen und zweifelnden Erwägungen, - und wir werden eine Welt erleben, die auf Schönheit und Gemeinschaft und - fern ab von Gott und Kirche - auf religiöser Inbrunst errichtet ist.»[5] Mühsam nennt sich selbst einen Idealisten, womit er sich in einen starken Widerspruch zu den meisten Linksradikalen seiner Zeit stellt und auch gegen Anarchisten wie Bakunin der in seinem Werk «Gott und der Staat» schreibt: «Wer hat recht, die Idealisten oder die Materialisten? Wenn die Frage einmal so gestellt wird, wird ein Zaudern unmöglich. Ohne jeden Zweifel haben die Idealisten unrecht und nur die Materialisten haben recht.»[6] Der Ursprung des Fortschritts sei immer der Gedanke. Der anarchistische Gedanke, von Proudhon und anderen formuliert, geht in der von Mühsam genannten Jugend in irgendeiner Form auf. Nicht der rationale Beweis zählt für Mühsam, sondern seine subjektive Gewissheit. Ich denke, mit dieser Grundlage muss man an Mühsams Texte gehen um sie zu verstehen. Statt ausführlicher Analysen und Gedankengänge sagt Mühsam schlicht, was gut und was schlecht ist, was er will und was sein muss, ohne große Beweise anzusetzen.

3.2. Die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip

«Die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip» (S. 106 - S. 116) ist ein Vortrag, welchen Mühsam am 7. November 1929 im Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt/M. gehalten hat. Auch hieran lässt sich noch einmal die Bedeutung Mühsams für seine Zeit erkennen. Ich habe diesen Text als zweite Analyse ausgewählt da er sehr deutlich Mühsams anarchistische Position herauskristallisiert und sehr deutlich die verschiedenen Einflüsse, die auf Mühsam gewirkt haben, aufzeigen. Mühsam hält als Grundlage zunächst einmal fest, dass «die Geschichte der Menschheit [...] mit all ihren [...] Auseinandersetzungen [...] sich in immer veränderter Gestalt und unter immer veränderten Forderungen dennoch immer mit derselben Begleitmusik»[7] abspielt. "In allen Zeiten [...] empfehlen sich die Beschützer des alten wie die Pioniere des Neuen als die Sachverwalter der Freiheit.»[8] Diesen Umstand nutzt Mühsam um die Sehnsucht nach individueller Freiheit in der menschlichen Natur selbst festzumachen. Doch der Freiheitsbegriff, so Mühsam, ist nicht klar umrissen, denn sonst sei es leicht, die Idee zu wählen, welche dem Freiheitsbegriff am nächsten komme, so aber konkurrierten mehrere Freiheitsbegriffe nebeneinander. Das Scheitern jedes Kampfes bis heute führt Mühsam darauf zurück, dass man stets die Unfreiheit bekämpft habe, statt den positiven Begriff der Freiheit zu erkämpfen, d. h. nur jemand kommen musste, der dem Unfreien glaubhaft machen musste, bei ihm «freier» zu sein als er es vorher war. Was zu untersuchen sei, so Mühsam, sei, «ob der Begriff der Freiheit als gesellschaftliches Prinzip überhaupt in positiver Formulierung zu fassen ist und wie die Organisation der Gesellschaft beschaffen sein müsste, die die Freiheit zum lebenbewegenden Inhalt des menschlichen Zusammenhalts machen wollte.»[9] Freiheit ist dabei zunächst die Erfüllung individueller Möglichkeiten. Da es jedoch Aufgaben gibt, die ein Einzelner nicht lösen kann, stellt sich für Mühsam noch die Frage nach der gesellschaftlichen Freiheit: «Unter gesellschaftlicher Freiheit wird nun gemeinhin verstanden, dass die Organisation der gemeinsamen Arbeit der Willkür und dem Nutzen Einzelner entzogen und der Gesamtheit des produzierenden und konsumierenden Volkes übertragen werde.»[10] Die Möglichkeit, dass die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip bestehen kann ist nach Mühsam nun, dass das Leben der Menschheit so organisiert werden kann, dass beide Freiheiten, die individuelle und die gesellschaftliche parallel zueinander existieren kann. Die Obrigkeit verhindere die Entfaltung der individuellen Freiheit, so Mühsam und auch eine Demokratie sei nur eine Form der Obrigkeit in welcher die Regierten die Regierenden wählten, aber sie bestehe in der Annahme, dass Obrigkeit notwendig sei, also die gänzliche Entfaltung der individuellen Freiheit unmöglich. Mühsam führt das Argument seiner Gegner an, ohne die «Peitsche der Kommandogewalt»[11] würde der Mensch nicht mehr arbeiten. Er hält dem entgegen, der Mensch würde, sobald er wisse wofür, viel lieber arbeiten, doch auch in einer Demokratie wisse der Mensch nicht, welchen gesellschaftlichen Wert das Erarbeitete besitzen solle, da es fremden Gewinn- und Machtzwecken zufalle. Damit könne die Demokratie nicht die Lösung sein um die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip zu etablieren. Die allgemeine Kameradschaft unter den Menschen, so Mühsam, decke sich jedoch nahezu vollständig mit dem Begriff der gesellschaftlichen Freiheit. «Worauf es bei einer Neuorganisierung der Gesellschaft im Geiste der Freiheit ankommt», und hier zitiert er Bakunin: «,Nicht Menschen regieren, sondern Dinge verwalten!' Die Aufgabe derer, die die Freiheit zum gesellschaftlichen Prinzip erheben wollen, besteht demnach darin, das gemeinsame Wirtschaften der auf einander angewiesenen Menschen von der Leistung einer Gehorsamkeitspflicht gegen empfangene Befehle zur Erfüllung eines Kameradschaftsdienstes auf Gegenseitigkeit zu machen.»[12] Hier wird Kropotkins Einfluss auf Mühsam spürbar. Wie könne nun diese Kameradschaft zum bestimmenden Antrieb des gemeinnützigen Tuns aller gemacht werden? Wieder bezieht sich Mühsam hier auf Kropotkins Studien im Tier- und Menschenreich. Solidarität sei bei allen kameradschaftlich lebenden Tieren zu finden. Hier wirken keine Regierungsapparate, so Mühsam, sondern «Bünde der Freiwilligkeit», wobei er hier auf Gustav Landauer zurückgreift. Freiheit sei Freiwilligkeit, so Mühsam, der hier wieder Kropotkin heranzieht, Gleichberechtigung Gerechtigkeit und Gleichheit. Damit würden die verwaschene Begriff Freiheit und Gleichheit wieder klar und deutlich. Freiwilligkeit sei nur da wo auch Gleichberechtigung herrsche, so Mühsam. Gleichberechtigung aller müsse Sozialismus bedeuten, da nur dieser gleiche wirtschaftliche Bedingungen für alle böte, unter denen die Menschen ins Leben träten «und ihre Gaben und ihre Persönlichkeit zum eigenen Vorteil und zum Nutzen der Gesamtheit entfalten können.»[13] Dieser Sozialismus müsse dabei, da die Bedingung die gesellschaftliche Freiheit sei, ein herrschafts- und staatsloser. Der kommunistische Anarchismus ist demnach nach Mühsam dass der Natur des Menschen am ehesten entsprechende Gesellschaftsprinzip.

[1] Eckige Klammern kennzeichnen Einschübe des Verfassers.
[2] S. 99
[3] S. 104
[4] S. 101
[5] S. 105
[6] Bakunin, Michail: «Gott und der Staat», Grafenau, 1998, S. 46.
[7] S. 106
[8] Ebd.
[9] S. 108
[10] S. 109
[11] S. 112
[12] S. 111 - 112
[13] S. 113

4. Der Versuch einer Biographie

Glaubt ihr mich Wert, für künftige Studenten
Im Namensalmanach "Wer war's?» vermerkt zu stehn,
Ich lächle schon - doch mag's geschehn:
Die Manen zehren gern von Ruhmesrenten.[1]

4.1. Bis zum 1. Weltkrieg

Man hielt ihn dafür Wert. Im Personenlexikon von Harenberg findet man ihn, im Brockhaus ebenfalls, kein Literaturlexikon ohne Mühsam. Was machte diesen Mann so bedeutend, dass man ihn dafür Wert hielt? Mühsam, am 6. April 1878 in Berlin als Sohn des jüdischen Apothekers Siegmund Mühsam zur Welt gekommen, tritt 1887 in die Sexta des Katharineums (humanistisches Gymnasium) in Lübeck ein, wird 1896 jedoch wegen «sozialistischer Umtriebe» der Schule verwiesen und veröffentlicht anonym Artikel über lokale Ereignisse. 1897 beginnt Mühsam eine Lehre als Apotheker. 1898 veröffentlicht er erstmals außerhalb Lübecks und siedelt zwei Jahre später, nach Abschluss der Lehre nach Berlin. Dort lernt er Gustav Landauer kennen und tritt in den Dichterkreis «Die Neue Gemeinschaft» ein. Er lernt Vertreter der Berliner Bohème kennen und veröffentlicht seine ersten politisch-satirischen Gedichte. Seine Gedichte werden in «Der wahre Jacob» (1901-1906), «Der arme Teufel» (1902-1904), im «Simplicissimus» (1905-1908, 1912-1913), «Die Canaille» (1905-1906), «Das Blaubuch» (1907), der «Jugend» (1909, 1914) und in «Der Komet» (1911-1912) veröffentlicht. 1903, mittlerweile in Friedrichshagen angelangt, steht Mühsam unter regelmäßiger polizeilicher Überwachung, aufgrund seiner Tätigkeit als Redakteur im «Armen Teufel». Von 1904-1908 beginnen seine «Wanderjahre», in denen er in die Schweiz, nach Italien und Frankreich, sowie Österreich kommt. Er schließt vielfältige Kontakte und tritt an den jeweiligen Orten als anarchistischer Agitator auf. Außerdem schreibt er vermehrt in zahlreichen Zeitschriften. Nach seinen Wanderjahren begibt er sich im November 1908 nach München. Er lernt Frank Wedekind, Otto Groß und Franziska Gräfin zu Reventlow kennen und beginnt eine enge Bekanntschaft mit Heinrich Mann. Er gründet die «Gruppe Tat», welche eng mit Landauers «Sozialistischen Bund» verbunden ist. Mühsam agitiert unter dem sogenannten «Lumpenproletariat». Seine anarchistischen Aktionen führen zu einem aufsehenerregenden Prozess wegen «Geheimbündelei», der jedoch mit einem Freispruch endet. Doch die Presse boykottiert den Schriftsteller Mühsam, der fortan - trotz einer Protestnote von Hermann Bahr, Heinrich und Thomas Mann, sowie Frank Wedekind - nur noch in «Der Sozialist», «Die Schaubühne» und «Die Zukunft» publizieren kann.

4.2. Die Ein-Mann-Zeitschrift «Kain»

Der Boykott dürfte auch einer der Gründe für die Gründung der eigenen Zeitschrift sein, die von April 1911 - Juli 1914 monatlich unter dem Namen «Kain» erscheint. Kain, der nach 1. Mos. 4 der erstgeborene Sohn Adams und Evas war, erschlug seinen Bruder Abel. Die Erzählung hat den Gegensatz zwischen Sesshaften und Nomaden zur Grundlage, da Kain Bauer, Abel Hirte war. Der Mord ereignet sich, nachdem beide Gott ein Opfer darbringen und Gott auf Abels Opfer wohlgefällig blickt, aber nicht auf Kains. Aus Zorn erschlug Kain seinen Bruder. Die göttliche Strafe war das rastlose Umherirren mit einem Mal (dem sogenannten Kains-Zeichen), welches ihn vor der Blutrache schützte. Galt Kain zunächst als «widergöttlich», so legte Luther ihn als Ungläubigen aus, die Rolle des skrupellosen Tyrannen erhält Kain während des Barocks, es folgen mitfühlende und entschuldigende Darstellungen im 18. Jhd. In Lord Byrons «Cain» wandelt sich Kain zum Empörer. Auch Mühsam sieht in Kain diesen Empörer. «Eure geballten Fäuste schrecken mich nicht, / noch eure strengen, satzunggebunden Ruten. / Ihr - ich erkenn' es - seid die Gerechten und Guten, / und nur euch strahlt lächelnd das Sonnenlicht. / Speit mich an!  Verachtet mich! Werft mich mit Steinen! / Zeigt euern Kindern mein hässliches Gottesmal! / Lehrt sie, das ich ihn erschlug, den vortrefflichen Abel, / meinen Bruder, erkeimt an dem nämlichen Nabel! / Lehrt sie mich hassen, um meine Niedrigkeit greinen! / Heißt sie Gott fürchten und seinen Rachestrahl![...]»[2] Kain führt in dem gleichnamigen Gedicht einen inneren Monolog in welchem er sich selbst als einen «Zweifelnder ganz und gar» bezeichnet, der von seinem Bruder zu einem Opfer überredet wird, nachdem er seine Felder sieht. So wählt er ein krankes, altes Rind, dass er, bevor er es verbrennt ersticht, statt es lebend zu verbrennen. Während des Opferns vermag er auch nicht so zu singen, wie Abel, da die Lieder ihm in der Kehle stecken blieben. Der Qualm des Opfers schlägt über die Felder, statt gen Himmel zu fahren und vernichtet sein Hab und Gut. Zorn kommt in ihm auf, was Abel sieht und ihn auffordert, bessere Opfer an Gott zu senden und zu singen. Im Zorn griff er dem «Spötter» an die Gurgel. Nachdem sein Bruder tot ist erhebt er die Faust drohend gegen den Himmel. Ein Sturm schleudert einen glühenden Splitter in seine Stirn - das Kainsmal. Kain flieht, als er die anderen Hirten kommen hört die fordern den Brudermörder zu steinigen. Das Mal zwingt ihn, weil man ihn anhand des Mals erkennt, rastlos umherzuirren. In seinem Monolog holt Kain erneut aus und ruft aus: «Danket nur euren Reichtum dem Gotte der Reichen! / Und verschließt vor dem Hunger des Armen die Scheuer!» und er fordert sie auf: «Kommt! Ich fürcht' mich nicht mehr! Hier steh' ich/ zum Kampf!/ Eure geballten Fäuste schrecken mich nicht!». Es folgt Mühsams Deutung der Situation, in welcher sich Kain befindet, indem er Kain ausrufen lässt: «Brudermörder ihr selbst - und tausendfach schlimmer! / Aus eurem Scheiterhauf raucht meines Herzbluts/ Dampf. / Trag' ich so gut als ihr nicht Menschengesicht? / Aufrecht steh' ich vor euch und fordere meinen Teil!... / Gebt mir Freiheit und Land!/ - und als Bruder für / immer / kehrt euch Kain zurück, der Menschheit zum Heil!» Dieses Gedicht dürfte als Deutung der Begriffswahl Erklärung dienen. Kain ist darin der emotionale Mensch, den es vor dem Angstgeschrei des Rindes graut, der sein Tier zuvor tötet und dem trotzdem die Stimme zum Singen verstummt. Dieser Mensch erkennt, dass er nicht geachtet wird und sein Zorn ergießt sich über den Spötter, hier sein Bruder. Er wird zum Gejagten, der nur noch Land und Freiheit fordert, der, wenn er zurückkehrt, der Menschheit helfen wird. Ich denke, Mühsam deutet Kain als den idealistischen (s.o.) Anarchisten.

4.3. Der 1. Weltkrieg

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges bedeutet die Einstellung der Ein-Mann-Zeitschrift «Kain» und für Mühsam nach anfänglichem Zögern den entschiedenen Kampf gegen den Weltkrieg durch Flugblattaktionen und Massenagitation. So nimmt er 1916 an einer Hungerdemonstration auf dem Marienplatz in München teil. Während des Krieges nähert er sich auch der USPD, dem «Spartakus-Bund» und der «Bremer Linken» an, die auch Kriegsgegner waren und unternimmt 1917 den Versuch zur Bildung eines Aktionsbundes von Antimilitaristen zur revolutionären Beendigung des Krieges. Er tritt als Redner beim Münchner Januarstreik auf und wird am 24. April wegen Verstoßes gegen das politische Betätigungsverbotes, sowie der Weigerung am «Vaterländischen Hilfsdienst» teilzunehmen verhaftet. Er sitzt bis zum 31. Oktober in Haft.

4.4. Die Revolution und danach

Wenige Tage später, am 7. November 1918 ruft Eisner die Bayrische Republik aus. Mühsam agitiert als Redner. Zwei Tage später wird er in den Revolutionären Arbeiterrat aufgenommen. Der Rat will , entgegen Eisners Vorstellung, die Durchführung des Sozialismus auf dem Rätegedanken. Kurzzeitig erscheint wieder der «Kain». Mühsam gründet die «Vereinigung der revolutionären Internationalisten» und beginnt 1919 wieder enger mit den Kommunisten der Bremer «Internationalen Kommunisten» und Levien zusammenzuarbeiten. Auf Veranlassung Eisners wird er mit anderen Revolutionären verhaftet, aufgrund von Protesten jedoch wieder freigelassen. Bei dem Versuch im Münchner Rätekongress einen Antrag auf Ausrufung der Bayerischen Räterepublik durchzubringen scheitert Mühsam mit 70:234 Stimmen. Mit Toller und Landauer zusammen gründet er die Münchner Räterepublik, an der sich die KPD nicht beteiligen will. Mühsam übernimmt dabei das «Referat Russland und Ungarn im Auswärtigen Amt», doch schon sechs Tage später wird Mühsam nach dem sozialdemokratischen «Palmsonntagputsch» verhaftet und wird zur Höchststrafe von 15 Jahren Zuchthaus wegen Hochverrats verurteilt. Im Oktober tritt Mühsam in die KPD ein, tritt jedoch im November aus Protest gegen die Verkündung der «Heidelberger Leitsätze» wieder aus. 1920 beginnt wieder eine starke publizistische und literarische Tätigkeit in welcher Mühsam seinen anarchistischen Standpunkt überarbeitet. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen, gegen die er auch ankämpft, erhält Mühsam bleibende gesundheitliche Schädigungen. Sein Drama «Judas» wird 1921 im Mannheimer Volkstheater uraufgeführt. Am 21. Dezember 1924 wird Mühsam auf «Bewährung durch Wohlverhalten» freigelassen. Eine Amnestie, welche auch Hitler aus dem Gefängnis brachte. Am nächsten Tag wird Mühsam in Berlin, seinem zukünftigen Wohnort, ein begeisterter Empfang bereitet. Er beginnt die Mitarbeit in der «Roten Hilfe Deutschlands», welche linke, politische Gefangene unterstützt. Dabei versucht er, eine revolutionäre Einheitsfront zwischen Kommunisten und Anarchisten zu erreichen was den Ausschluss aus der «Föderation kommunistischer Anarchisten Deutschlands» zur Folge hat. Mühsam schließt sich der «Anarchistischen Vereinigung Berlin» an und beginnt den Kampf gegen das Aufkommen des Nationalsozialismus und die Weimarer Klassenjustiz. 1926 bringt er seine neue Ein-Mann-Zeitschrift heraus, die «Fanal», was soviel wie Brandfackel bedeutet. 1927 kommt es aufgrund des umstrittenen Todesurteils der anarchistischen Brüder Sacco und Vanzetti in Boston noch einmal zu einer Vereinigung von Kommunisten und Anarchisten im Kampf gegen die Hinrichtung. Auch Mühsam protestiert gegen das Urteil. Beide werden jedoch hingerichtet und erst in den 70er Jahren rehabilitiert. 1929 tritt Mühsam aus der «Roten Hilfe Deutschlands» aus und sein Drama «Staatsräson» wird uraufgeführt, welches den Mord an Sacco und Vanzetti thematisiert. 1930 nimmt Mühsam als Mitglied des SDS (Sozialistische Deutsche Schriftsteller) den Kampf gegen die die Freiheit der Schriftsteller einschränkende Gesetze als Mitglied des «Kampfkomitees für die Freiheit des Schrifttums» auf. Im Juli 1931 wird seine Zeitschrift «Fanal» vier Monate lang verboten. Die daraufhin folgenden finanziellen Schwierigkeiten lassen nur noch vier Rundbriefe zu, die danach erscheinen. Mühsam und vier weitere Mitglieder werden aus dem SDS ausgeschlossen. 1932 nimmt Mühsam an zahlreichen Aktionen gegen Krieg und Faschismus teil und tritt noch am 20. Februar 1933 als Redner auf einer Veranstaltung gegen den Faschismus der Berliner Ortsgruppe des SDS auf. Seine Absichten nach Prag zu verreisen kann er nicht verfolgen, da er - einen Tag vor der Ausreise - in der Nacht des Reichtsagsbrandes durch die SA verhaftet wird. Er kommt unter «Schutzhaft». Während der nächsten 17 Monate erleidet Mühsam ständige Qualen und Misshandlungen und wird ständig verlegt. Man bricht ihm systematisch die Finger, um ihm vom Schreiben abzuhalten. Am 2. Februar 1934 wird er ins KZ Oranienburg verlegt wird. Es kommt zu Internationalen Bemühungen Mühsams Entlassung zu erkämpfen, was jedoch scheitert. In der Nacht vom 9. zum 10. Juli wird Erich Mühsam durch SS-Angehörige auf Befehl von Theodor Eicke ermordet, indem man ihn erdrosselte und im Klosettraum aufhängte, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Am Vorabend hatte er noch eine Aufforderung erhalten, sich binnen 48 Stunden selbst umzubringen. Es wird die Meldung ausgegeben er habe sich erhängt. Als der Fall in den nächsten Tagen im Exil bekannt wird, löst er eine große Welle der Trauer und Wut aus. Es erscheinen über 30 Nekrologe, vor allem von Kommunisten. Große Trauerveranstaltungen mfinden in Paris, New York und Amsterdam statt. Am 16. Juli fand die Bestattung auf dem Waldfriedhof Dahlem statt. Im Nachlass finden sich jede Menge Schriften, Dramen und Lieder. Der sowjetische Geheimdienst kam unter ungeklärten Umständen in den Besitz dieser Dokumente und brachte sie ins Maxim-Gorki-Institut in Moskau. 1949 wird Mühsams Autobiographie «Namen, Menschen. Unpolitische Erinnerungen» in Deutschland veröffentlicht. Doch ob sie mich erschlügen Sich fügen, heißt lügen. [3]

[1] Mühsam, Erich: «Trotz allem Mensch sein - Gedichte und Aufsätze», Stuttgart, 1984, S. 9.
[2] Ebd., S. 52.
[3] Ebd., S. 58.

5. Literatur zum Thema

5.1. Anarchismus

  • Autorenkollektiv: «Was ist eigentlich Anarchie?», Berlin, 1997. Dient als gute Einführung in die Ideen des Anarchismus.
  • Stowasser, Horst: «Leben ohne Chef und Staat», Berlin, 1993. Dient ebenfalls als gute Einführung in die Ideen des Anarchismus.
  • Kropotkin, Peter: «Der Anarchismus», Heinz Hug (hrsg.), Grafenau, 1993.
  • Kropotkin, Peter: «Gegenseitige Hilfe im Tier und Menschenreich», Grafenau, 1999. Das wichtigste anarchistische Werk Kropotkins.
  • Bakunin, Michail: «Staatlichkeit und Anarchie - und andere Schriften», Frankfurt, Berlin, Wien, 1981. Ein umfangreiches Werk bakunistischen Denkens.
  • Stirner, Max: «Der Einzige und sein Eigentum», Stuttgart, 1972. Dieses Werk stellt die Grundlage für den Individualanarchismus dar.

5.2. Erich Mühsam

  • Mühsam, Erich: «Trotz allem Mensch sein», Stuttgart, 1972. Gedichte und Aufsätze von Erich Mühsam.
  • Mühsam, Erich: «Unpolitische Erinnerungen», Hamburg, 2000. Erich Mühsams Autobiographie unter Aussparung seiner politischen Tätigkeiten.

5.3. Anarchistische Publikationen

  • «Schwarzer Faden», vierteljährlich. Zu beziehen über: Dätzingerstr. 132, 71120 Grafenau.
  • «Direkte Aktion», vierteljährliche Zeitung der anarchosyndikalistischen FAU.
  • Zu beziehen über: Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover.
  • «Graswurzelrevolution», monatliche Zeitung. Zu beziehen über: Straßburger Str. 24, 10405 Berlin.

5.4. Internetadressen

  • www.anarchie.de - Allgemeine Seite über Anarchismus und Linksradikalismus.
  • www.anarchismus.de - Allgemeine Seite über Anarchismus und Linksradikalismus.
  • www.erich-muehsam.de - Die Internetseite der Erich-Mühsam-Gesellschaft
  • www.muehsam.de - Eine weitere Internetseite über Erich Mühsam.


Originaltext: Eine Newsgroup (Autor: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Creative Commons - Infos zu den hier veröffentlichten Texten / Diese Seite ausdrucken: Drucken


Email  RSS