William Morris - Kommunismus

Vortrag gehalten am 10. März 1893 vor der Hammersmith Socialist Society

Während ich der Meinung bin, daß die Aussicht auf die Neugeburt der Gesellschaft sicher im Wachsen und im schnellen Wachsen ist, muß ich gestehen, daß ich, was die Mittel zur Erlangung dieses Zieles anbetrifft, die man jetzt hauptsächlich im Auge hat, einigermaßen im Unklaren bin, und daß ich in Bezug auf einige jener Maßnahmen, die, wie ich glaube, mit aller Ehrlichkeit der Absicht und oftmals mit viel Geschick befürwortet werden, zweifle, ob, wenn sie zur Ausführung kämen, sie uns irgendwie auf dem direkten Wege zu einer wirklich neugeborenen Gesellschaft, der einzigen Gesellschaft, die eine Neugeburt sein kann, nämlich einer Gesellschaft faktischer Gleichheit, weiter vorwärts bringen können. Um keine Geheimniskrämerei zu treiben, so meine ich, daß all das, was die meisten Nichtsozialisten wenigstens augenblicklich für Sozialismus halten, mir lediglich als ein Maschinenwerk für den Sozialismus erscheint, dessen sich der Sozialismus wahrscheinlich in seiner Kampfesepoche bedienen muß und das er, wie ich glaube, auch einige Zeit, nachdem er faktisch durchgeführt ist, noch brauchen mag, aber das mir nicht für ihn wesentlich zu sein scheint. Zweifellos ist etwas Gutes an den Vorschlägen, die eine zweckmäßige Verwaltung im Interesse des Volks an die Stelle der durch Zwang aufrecht erhaltenen und durch reichliche Korruption geebneten Wigh-Schlamperei setzen wollen, die, während sie ganz und gar den Interessen von erfolgreichen Geschäftsleuten diente, einst für eine so wunderbare Erfindung gehalten wurde und die auch s1cherlich der beste Zement der Gesellschaft war, wie sie seit dem Tode des Feudalismus beschaffen gewesen ist. Der Londoner Grafschaftsrat zum Beispiel ist nicht nur eine nützlichere Körperschaft für die Verwaltung der öffentlichen Geschäfte, als wie das frühere hauptstädtische Betriebsamt (Metropolitan Board of Works), er ist auch von einem ganz anderen Geist durchdrungen, und schon sein allgemeines Vorhaben, den Bürgern nützlich zu sein und auf ihre Wünsche zu achten, schließt ein Verheißen besserer Tage in sich und hat schon etwas dazu beigetragen, in den Reihen eines bestimmten Teils der Bevölkerung Londons und bis herab zu bestimmten Klassen die Würde der Lebenshaltung zu heben. Weiter, wer kann etwas gegen die Versuche haben, den Schmutz der gegenwärtigen (Zivilisation durch die Erwerbung öffentlicher Parks und anderer freien Plätze, durch Anpflanzen von Bäumen, Gründung öffentlicher Lesehallen und ähnlicher Dinge erträglicher zu machen? Es ist vernünftig und recht von seiten des Publikums, auf Erzielung solcher Verbesserungen zu dringen; aber wir alle wissen sehr gut, daß ihr Nutzen die einzelnen sehr ungleich trifft, daß sie weit mehr bestimmten Teilen der Mittelklassen, als den Arbeitern zu gute kommen. Ja, dieses sozialistische Maschinenwerk mag noch zu mehr benutzt werden; es mag für die Arbeiter selbst höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit erwirken, Produktionszweige mögen von seiten der Gemeindeverwaltungen zum Nutzen der Produzenten wie der Konsumenten betrieben werden, Arbeiterhäuser können verbessert und ihr Betrieb den Geschäftsspekulanten aus den Händen genommen werden. Für die Erziehung der Kinder könnte mehr Zeit beansprucht werden usw. usw. In alledem. gebe ich gern zu, liegt ein großer Gewinn, und es freut mich, wenn ich sehe, daß dahin gehende Reformen in Angriff genommen werden. Aber so groß auch der Vorteil sein mag, so würde doch, wie ich glaube, ihr schließlicher Nutzen, die Menge an vorwärtstreibender Kraft, die in solchen Dingen liegen mag, davon abhängig sein, wie und in welchem Geiste solche Reformen ins Werk gesetzt werden ; oder davon, was sonst, während dieses Reformwerk vor sich ging, geschah, um die Menschen Gleichheit der Bedingungen ersehnen zu machen, ihnen den Glauben an die Möglichkeit und Ausführbarkeit des Sozialismus einzuflössen, ihnen den Mut zu verleihen, nach ihm zu streben und für ihn zu arbeiten, und all dies für eine so große Menge von Menschen, um die nötige Stosskraft für die Hinwegfegung aller Privilegien zu erzielen. Denn wir dürfen die sehr offenkundige Tatsache nicht aus den Augen verlieren, daß diese Verbesserungen im Leben der großen Menge nur auf Kosten eines Teils der Freiheit und der Vermögen der besitzenden Klassen verwirklicht werden können. Sie sind, sage ich, wenn echt, Angriffe auf "Freiheit und Eigentum" der nicht arbeitenden oder nutzlosen Klassen, wie einige dieser Klassen klar genug erkennen. Und ich gebe zu, daß, wenn ihre Summe groß und weitreichend genug werden sollte, um den nützlichen oder arbeitenden Klassen genügend Verständnis beizubringen, ein Leben der Gleichheit und Genossenschaftlichkeit zu begreifen, Mut genug, sich für es zu erklären und das zu seiner Durchführung nötige Geschick zu entfalten, sowie Kraft genug, den Dummen und den Interessierten seine Annahme aufzuzwingen – daß dann der Klassenkampf sehr schnell mit dem Sieg der nützlichen Klasse enden würde, die dann die neue Gesellschaft der Gleichheit werden würde.

Verständnis genug, um zu begreifen, Mut genug, um zu wollen, Macht genug, um zu zwingen! Wenn unsere Ideen von einer neuen Gesellschaft irgend etwas mehr als ein Traum sind, so müssen diese drei Eigenschaften die erforderliche effektive Mehrheit der Arbeiter in Bewegung setzen, und dann, sage ich. wird die Sache gemacht werden.

Genug Verständnis. Mut, Macht. Und das Genug bedeutet eine sehr große Sache. Die effektive Mehrheit der Arbeiter müßte, sollte ich meinen, der Zahl nach ziemlich so groß sein, wie eine wirklich mechanische Mehrheit; denn die nicht arbeitenden Klassen (mit, vergeßt nicht, ihren eingeschworenen Sklaven und Parasiten, Menschen, die ohne sie nicht leben können), sind sogar an Zahl sehr stark und noch stärker dadurch, daß sie über die neun Punkte des Gesetzes, nämlich den Besitz, verfügen ; sie werden, sobald sie zu merken beginnen, daß ihr Vorrecht, d. h. ihr Unterhalt, ernsthaft bedroht ist, es ziemlich einmütig verteidigen und zu diesem Zweck alle Macht, die sie besitzen, in Anwendung bringen. Die erforderte Mehrheit von Verständnis, Mut und Kraft zustande zu bringen, ist daher eine so große Sache, daß eine lange Zeit darüber hingehen wird, und es liegt auf der Hand, daß all diejenigen, die daran arbeiten, dies Ziel zu erreichen, so wenig als möglich Zeit und Kraft damit verschwenden dürfen, daß sie bei der Bekehrung der Arbeiter zu einem leidenschaftlichen Streben nach einer auf Gleichheit beruhenden Gesellschaft mehr Fehler begehen, als unvermeidlich sind. Die Frage betreffs all jener oben erwähnten Teilreformen ist demgemäß meiner Meinung nach nicht so sehr die, welche Vorteile sie zur Stunde dem großen Publikum oder selbst den Arbeitern bringen, sondern eher die, welche Wirkung sie darauf ausüben werden, die Arbeiter zu einem Verständnis und leidenschaftlichem Begehr nach dem Sozialismus zu bekehren, ich meine nach einem wahren und vollständigen Sozialismus, was ich Kommunismus nennen würde. Denn wenn es auch an sich nichts Unbedeutendes ist, eine große Anzahl von armen Leuten oder selbst wenige irgendwie behaglicher gestellt, etwas weniger elend zu machen, als wie sie jetzt sind, so würde dies doch ein schweres Übel sein, wenn es dazu beitrüge, die Anstrengungen der ganzen Arbeiterklasse zur Schaffung einer Gesellschaft von wirklicher Gleichheit einzuschläfern. Und hier komme ich wieder auf jene 'Zweifel und Unsicherheiten, von denen ich anfangs sprach. Denn ich möchte wissen und euch zu der Betrachtung auffordern, wie weit die Verbesserung der Lage der Arbeiterklasse gehen und bis zuletzt einhalten mag, ohne irgend einen Fortschritt in der direkten Richtung zum Kommunismus gemacht zu haben. Kurz gesagt, ob nicht die ungeheure Organisation der bürgerlichen, auf dem Handel beruhenden Gesellschaft mit uns Sozialisten Katze und Maus spielt? Ob nicht die auf Ungleichheit beruhende Gesellschaft das oben erwähnte quasi sozialistische Maschinenwerk annehmen und in Gang setzen werde, um vermittels seiner diese Gesellschaft zwar vielleicht in etwas gestützter, aber um so gesicherterer Gestalt fortzuerhalten. Das scheint mir möglich und bedeutet die andere Seite des Bildes: Statt daß die nutzlosen Klassen von den nützlichen hinweggefegt werden, würden so die nutzlosen Klassen etwas von der Nützlichkeit der Arbeiter auf sich nehmen und auf solche Weise ihr Vorrecht befestigen. Die Arbeiter würden besser behandelt werden, besser organisiert sein, würden einen Anteil an der Regierung selbst haben, aber ohne größeren Anspruch auf Gleichheit mit den Reichen, noch irgend welche stärkere Hoffnung auf Erreichung einer solchen, wie bisher. Aber wenn dies möglich wäre, so nur deshalb, weil die Arbeiter aufgehört hätten, den wirklichen Sozialismus zu verlangen, und sich mit einem ihm äußerlich ähnelnden und mit einem solchen Mehr an Wohlstand verbundenen Zustand zufrieden gäben, der genügen würde, das Verlangen von Menschen zu befriedigen, die nicht wissen, welches die Freuden des Lebens sein könnten, wenn sie ihre eigenen Fähigkeiten und die Hilfsquellen der Natur zu dem Zweck und in der Erwartung, ihr Glück herzustellen, vernunftgemäß anwendeten. Natürlich könnte es auch dann nicht möglich sein, wenn, wie wir hoffen, eine wirkliche Notwendigkeit für die Entwickelung einer neuen Gesellschaft aus unseren gegenwärtigen Bedingungen heraus vorläge. Aber auch diese Notwendigkeit vorausgesetzt, kann und wird das Eintreten dieser Änderung außerordentlich langsam vor sich gehen, wenn die Arbeiter sich nicht dadurch von dieser Notwendigkeit durchdrungen zeigen, daß sie von dem Verlangen nach der Umgestaltung übermannt werden und ihm Ausdruck geben. Und außerdem wird die Umgestaltung nicht nur langsam eintreten, sie kann in diesem Falle auch nur nach einer Periode großen Leidens und Elends über den Ruin unserer gegenwärtigen Zivilisation hinweg kommen, während vernünftige Menschen sicherlich hoffen müssen, daß, wenn der Sozialismus notwendig ist, sein Kommen sowohl ein schnelles sein, als auch vom kleinsten Maß von Leiden und von nicht völligem Ruin begleitet sein möge. Worauf wir daher, sage ich, zu hoffen haben, ist, daß das unvermeidliche Vorrücken einer auf Gleichheit gegründeten Gesellschaft sich schnellstens in dem Bewußtsein der Arbeiter als notwendig fühlbar machen wird und daß sie bewußt und nicht blindlings nach ihrer Verwirklichung streben werden. Dies ist tatsächlich das, was wir unter Erziehung der Arbeiterklasse zum Sozialismus verstehen. Und ich meine, daß, wenn dies jetzt unmöglich ist, wenn die Arbeiter es ablehnen, irgend welches Interesse am Sozialismus zu nehmen, wenn sie ihn der Sache nach verwerfen, wir dies als ein Zeichen dafür nehmen müssen, daß die Notwendigkeit einer wesentlichen Änderung der Gesellschaft so weit entfernt ist, daß wir kaum nötig haben, uns darum zu kümmern. Dies ist der Prüfstein, und aus diesem Grunde ist es für uns von so tödlichem Ernst, auszufinden, ob jene demokratischen Tendenzen und die durch sie ins Leben gerufenen neuen Verwaltungspläne wirklich dazu von Nutzen sind, das Volk direkt zum Sozialismus zu erziehen. Wenn sie dies nicht sind, so taugen sie überhaupt nichts, und wir täten besser, zu versuchen, ob wir nicht mit intelligenten Tories und wohlwollenden Whigs handelseins werden können, und sie aufzufordern, ihre Intelligenz und ihr Wohlwollen zu vereinigen, uns so gütig und weise als möglich zu regieren und uns nur mit Maß auszurauben. Sind sie aber von Nutzen, dann laßt uns auch trotz ihrer schmutzigen und abstoßenden Einzelheiten und all des Unbehagens über verzögerte Hoffnungen, das der Gebrauch solcher Mittel uns sicher verursacht, sie ausnutzen, so weit sie überhaupt nur gehen, und laßt uns nicht enttäuscht sein, wenn sie nicht sehr weit gehen. Das heißt, wenn sie nicht in einem Jahrzehnt eine geeinte Schar von Helden und Weisen aus einer großen Masse Menschen machen, die unter einem so verwickelten Gesellschaftssystem leben, daß sie, oberflächlich betrachtet, wie ein durch Zufall zusammengebrachter Haufen von vielen Millionen bedürftiger Menschen ausschauen, die nicht etwa durch sichtbare Gewalthandlungen und den bösen Willen einzelner, sondern durch ein so weitreichendes und tiefsitzendes System tatsächlich und schwer bedrückt sind, daß es Leuten, die so ungebildet sind, daß sie nicht einmal dem Reflex der sogenannten Bildung ihrer Herren entgangen, sondern neben ihren eigenen Unbilden auch noch mit dem Aberglauben und den Heucheleien der oberen Klassen heimgesucht sind, Leuten, denen kaum eine Spur von den charakteristischen Überlieferungen ihrer eigenen Klasse helfend zur Seite geht, wohl als das Werk eines Naturgesetzes erscheinen mag – eine Geistessklaverei, welche die notwendige Begleitung ihrer materiellen Sklaverei ist. Dies ist es, als Masse genommen, womit die Revolutionäre zu tun haben: Eine solche Masse könnte sicher, wie ich glaube, durch irgend einen Funken von Enthusiasmus, irgend einen plötzlichen aussichtsvollen Anstoß zum Angriff belebt werden, wenn die Notwendigkeit einer plötzlichen Änderung nahe bei der Hand wäre. Aber ist sie es? Es sind zweifellos nicht wenige in diesem Raum, ich vielleicht unter ihnen (ich sage vielleicht, denn das eigene alte Ich ist geneigt, in unserem Gedächtnis unklare Gestalt anzunehmen) – also etliche von uns, sage ich, glaubten an die Unvermeidlichkeit eines plötzlich eintretenden und sich schnell vollziehenden Wechsels. Das war kein Wunder, wo uns die neue Offenbarung vom Sozialismus die Trübseligkeiten der Z ivilis ation vergoldete. Wenn wir aber jetzt gezwungen sind, unsere Hoffnungen nüchterner anzuschauen, so macht uns daraus keinen Vorwurf. Erinnert euch, wie langsam andere Tyranneien ausgestorben sind, trotzdem zu ihren ökonomischen Bedrückungen noch ganz offensichtliche gewalttätige persönliche Bedrückungen hinzukommen, die, wie ich schon gesagt, der schweren Tyrannei unserer Tage fehlen. Können wir alsdann hoffen, daß sie schneller ihr Ende finden werde, als jene? Ich sage, es ist jetzt nicht die Zeit, in den Massen der Arbeiter einen unvermittelten Anstoß zu einem direkten Angriff auf das System zu entfachen. Aber was dann? Sollen wir jede Hoffnung, sie zum Sozialismus zu erziehen, aufgeben? Gewiß nicht. Laßt uns alle möglichen Mittel anwenden, um sie in den Sozialismus hineinzuziehen, so daß sie sich zuletzt in solch einer Lage befinden, wo sie begreifen, daß sie einer falschen Gesellschaft gegenüber stehen und daß sie selbst die einzig nützlichen Elemente der wahren Gesellschaft sind.

So muß ich nun sagen, daß ich zu der Folgerung genötigt bin, daß die von mir erwähnten Maßnahmen, wie alles, was – die gegenwärtigen Verhältnisse vorausgesetzt – in irgendwie vernünftiger Form zum Sozialismus strebt, für die Erziehung der großen Arbeitermassen wirklich von Nutzen sind; daß es unter den gegenwärtigen Verhältnissen notwendig ist, den sie betreffenden unbestimmten Erwartungen, die in der Luft liegen, bestimmten Ausdruck zu geben, und ihre Bestrebungen über das rein geschäftsmäßige Werk der alten Gewerkvereine, die Löhne mit der wie immer erlangten Bewilligung der Unternehmer zu erhöhen, hinauszuheben, den Arbeitern andere Unternehmer(1) vorzuführen, als diejenigen, die von dem aus ihrer Arbeit herausgepreßten Profit leben. Ich meine, die Inanspruchnahme solcher Maßnahmen, die direkt auf den Sozialismus hinwirken, ist auch deshalb notwendig, um die Arbeiter dahin zu bringen, ihren Lebensunterhalt so zu heben, daß sie mehr und immer mehr von dem von der Gesellschaft hervorgebrachten Reichtum fordern mögen, den sie, wie schon früher gesagt, nur auf Kosten der nicht produzierenden Klassen, von denen sie jetzt ausgeraubt werden, bekommen können. Und zuletzt noch werden solche Maßnahmen mit allem, was dazu gehört, sie zur Durchführung zu bringen, die Arbeiter zur Organisation und Verwaltung erziehen, und ich hoffe, daß niemand hier behaupten wird, daß sie solcher Erziehung nicht bedürfen, oder daß sie nicht, weil es ihnen an einer solchen fehlt, sich im Vergleich mit ihren Arbeitsherren, die in diesen Künsten erzogen sind, in gewaltigem Nachteil befinden.

Aber, wie ich schon oben angedeutet habe, diese Erziehung durch politische und körperschaftliche Aktion muß dadurch ergänzt werden, daß man dem Geist des Volkes Kenntnis von den Forderungen des Sozialismus und die Sehnsucht einflößt, jene vollständige Änderung herbeizuführen, die an Stelle der Zivilisation den Kommunismus setzen wird. Denn die oben erwähnten sozialdemokratischen Maßnahmen sind allesamt entweder bloße mildernde Auskunftsmittel, uns über die gegenwärtigen Tage der Bedrückung hinwegzuhelfen, oder Mittel, um' ins neue Land der Gleichheit zu führen. Und es ist die Gefahr vorhanden, daß sie als Ziele an sich betrachtet werden. Ja, es ist sogar sicher, daß die größere Zahl von denen, die nach ihnen drängen, jeweilig nicht fähig sein werden, über sie hinaus zu sehen, und ihren vorübergehenden Charakter erst erkennen werden, wenn sie über sie hinausgekommen sind und das nächste Ding verlangen. Aber ich muß hoffen, daß wir der Masse des Volkes Erwartungen einflössen können, die – wenn auch undeutlich – über das Bedürfnis des laufenden Jahres hinausgehen, und ich weiß, daß viele, die auf dem Wege zum Sozialismus sind, von Anfang an und gewohnheitsmäßig der Verwirklichung der auf Gleichheit beruhenden Gesellschaft entgegen sehen und versuchen, sie für sich selbst zu verwirklichen – ich meine, daß sie wenigstens versuchen werden, auszudenken, wie die Gleichheit ausschlagen wird, und sie mehr als alles andere herbeisehnen werden. Und ich erhoffe von diesem Geist, daß er das Streben nach dem bloßen Maschinenwerk des Sozialismus beleben wird. Ich hoffe und glaube, daß er, sobald dieses Maschinenwerk verwirklicht ist, sich so ausbreiten wird, daß der alte Geist des Individualismus, wie sehr er auch versuchen mag, sich zum Herrn des körperschaftlichen Maschinenwerks zu machen und vermittelst der Allgemeinheit die Allgemeinheit für die Interessen der Feinde der Allgemeinheit zu regieren, doch besiegt werden wird.

All das indes heißt über den möglichen Gang der sozialistischen Bewegung schwatzen; da es mir aber, wie ihr eben gehört habt, notwendig erscheint, daß man, um irgend welchen gehörigen Nutzen aus dem sozialistischen Maschinenwerk zu ziehen, irgend welche Idee von dem Leben haben muß, das sein Ergebnis sein soll, so laßt mich jetzt die so oft erzählte Geschichte von dem wieder anheben, was wir unter Kommunismus oder Sozialismus verstehen. Denn für mich besteht zwischen vollständigem Sozialismus und Kommunismus gar kein Unterschied. Tatsächlich ist der Kommunismus die Vollendung des Sozialismus; wenn dieser aufhört, Kämpfer zu sein und Sieger geworden ist, dann wird er der Kommunismus sein.

Der Kommunist behauptet vor allem, daß die Hilfsquellen der Natur, hauptsächlich der Boden, und jene anderen Dinge, die nur zur Produktion von neuem Reichtum gebraucht werden können und die das Ergebnis sozialer Arbeit sind, nicht im Besitz einzelner, sondern zum Wohle des Ganzen Eigentum der Gesamtheit sein sollen. Sowie daß da, wo dies nicht der Fall ist, die Eigentümer dieser Produktionsmittel notwendigerweise die Herren jener sein müssen, die davon nicht soviel zu eigen besitzen, als daß sie der Notwendigkeit enthoben wären, mit einem Teil ihrer Arbeit den Gebrauch der bezeichneten Produktionsmittel zu bezahlen, und daß die Herren oder Besitzer der Produktionsmittel faktisch die Eigentümer der Arbeiter sind; in hohem Grade faktisch, denn sie schreiben ihnen tatsächlich vor, welche Art von Leben sie zu führen haben, und die Arbeiter können dem nur dadurch entkommen, daß sie selbst Eigentümer von Produktionsmitteln, d. h. anderer Menschen werden. Deshalb sollten die Hilfsquellen der Natur und der zur Hervorbringung von neuem Reichtum dienende Reichtum, kurz, die Anlagen und Vorräte, vergemeinschaftlicht werden. Wäre dies geschehen, so wäre der Ansammlung von Vermögen schnellstens Einhalt getan. Kein Mensch kann durch Anhäufung von Reichtum, der das Ergebnis der Arbeit seines eigenen Hirns oder seiner eigenen Hände ist, ungeheuer reich werden; um sehr reich zu werden, muß er durch Schöntun oder Gewalt andere dessen berauben, was ihr Hirn oder ihre Hände für sie verdient haben. Das Äußerste, was der erwerbssüchtigste Mensch tun könnte, wäre, seine Mitbürger zu bewegen, ihn für seine besonderen Talente, wenn sie ganz besonderes Verlangen nach seinen Leistungen tragen, auch außergewöhnlich zu bezahlen. Da aber niemand sehr reich sein könnte, und da das Talent für besondere Arbeiten immer weniger selten werden würde, je freier die Menschen die für sie passendste Beschäftigung wählen können, so könnten die Produzenten von Spezialitäten keine sehr übermäßige Bezahlung erpressen, so daß die Aristokratie der Talente, selbst wenn sie erschiene, sogar in diesem ersten Stadium des unfertigen Kommunismus die Tendenz haben würde, zu verschwinden. Kurz, es gäbe keine sehr reichen Leute und alle würden sich in Wohlstand befinden; alle würden weit besser situiert sein, als die Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse erfordert. Ihr mögt sagen, woher weiß ich das? Die Antwort ist, weil nicht soviel Vergeudung stattfinden könnte, als wie jetzt. Es würde die Vergeudung zu verschwinden streben. Denn was ist Vergeudung? Erstens, die zwecklose Vernichtung von Rohmaterial, und zweitens die Ablenkung der Arbeit von nützlicher Produktion. Ihr mögt mich fragen, welches ist der Maßstab der Nützlichkeit der Waren? Es ist gesagt worden, und ich vermute, die allgemeine Ansicht in Bezug auf diese Punkte ist die, daß der Marktpreis uns den Maßstab gibt. Aber ist ein Laib Brot oder eine Säge weniger nützlich, als ein Mechelner Spitzenschleier oder ein Diamantenhalsband? Die Wahrheit ist, daß in einer auf Ungleichheit aufgebauten Gesellschaft, in einer Gesellschaft, in der es sehr reiche und sehr arme Leute gibt, der Maßstab der Nützlichkeit ein äußerst verschwommener ist; in einer solchen Gesellschaft wird uns der Marktpreis eines Gegenstandes gegeben durch die notwendigen Bedürfnisse der Armen und das launenhafte Verlangen der Reichen oder vielmehr durch das für diese bestehende Bedürfnis, ihr Vermögen oder besser ihre Reichtümer irgendwie und zwar durchaus nicht notwendigerweise auf Genuß gewährende Art auszugeben. Aber in einer auf Gleichheit beruhenden Gesellschaft würde die Nachfrage nach einem Gegenstand in der einen oder der anderen Weise ein Maßstab ihrer Nützlichkeit sein. Und es würde als selbstverständlich betrachtet werden, daß, so lange nicht jeder genug hätte, seine absoluten Bedürfnisse und vernunftgemäßen Genüsse zu befriedigen, an die Produktion von Luxusartikeln gar nicht zu denken wäre; und stets würde die Arbeit dazu angewandt werden, um Dinge zu fabrizieren, welche die Leute (und zwar alle Leute, da die Klassen verschwunden wären) wirklich brauchten.

Vergegenwärtigt euch, was die Vergeudung einer auf Ungleichheit beruhenden Gesellschaft bedeutet: Erstens, die Produktion von schäbigen Surrogaten für den Absatz an arme Leute, die nicht imstande sind, den wirklichen Gegenstand zu kaufen. Zweitens die Produktion von Luxusartikeln für die Reichen, wovon der größere Teil Sachen sind, nach denen selbst ihre persönliche Torheit sie nicht verlangen macht. Und drittens der Reichtum, der von der Kaufmannschaft des konkurrierenden Handels vergeudet wird, für den die Produktion von Waren Nebensache ist, da sein Hauptzweck die Herausschlagung eines Profits für den einzelnen Unternehmer ist. Ihr begreift, daß die notwendige Verteilung der Waren in diese Vergeudung nicht eingeschlossen ist; aber das Bestreben jedes Fabrikanten ist, der Monopolisierung des von ihm versehenen Markts so nahe als möglich zu kommen.

Die Verringerung der Vergeudung, die somit in den unvollständigen ersten Stadien einer gleichheitlichen Gesellschaft – einer nur erst zur Gleichheit strebenden Gesellschaft statthaben würde, würde uns wohlhabend machen: es würde keine Arbeit verschwendet und Arbeiter würden nicht beschäftigt werden, um entweder Waren für Sklaven oder Spielsachen für reiche Leute zu produzieren; ihre echten, gut gearbeiteten Waren würden für andere Arbeiter gemacht werden, die wissen würden, was sie brauchen. Waren von solcher Art, daß zu ihrer Herstellung ganz außerordentliches Geschick und lange Übung erfordert, oder das auf sie verwandte Material weit hergeholt und teuer zu kaufen wäre, würden nicht aufhören, produziert zu werden, auch wenn Privatleute sie nicht erwerben könnten; sie würden für den öffentlichen Gebrauch produziert werden, 1md dadurch würde ihr wirklicher Wert ungeheuer gesteigert und der natürliche und ehrenhafte Stolz des Arbeiters gebührend befriedigt werden. Denn sicher werden wohlhabende Leute eine schäbige Umgebung und Knausereien in Bezug auf öffentliche Einrichtungen sich nicht gefallen lassen; sie werden ganz sicherlich Schulen, Bibliotheken, Museen, Parks und alles andere wahr und echt, nicht aber Scheinfabrikate haben wollen; und da sie besonders nicht mehr von den Sorgen um ihren Lebensunterhalt und all den traurigen Zufällen des Kampfs ums bloße Dasein bedrückt sein werden, werden sie auch imstande sein, diese Dinge gründlich zu gemessen; sie werden in der Lage sein, sie tatsächlich zu benutzen, was sie jetzt nicht tun können. Aber bei allem, was ich bisher über diese neue Gesellschaft gesagt habe, habe ich mir gedacht, daß ich auch daran erinnern muß, daß wir es mit Anfängen und unvollkommenen Zuständen zu tun haben. Die Produktionsmittel Allgemeingut, aber die erzeugten Genußgüter noch Privateigentum. Um die Wahrheit zu sagen, so glaube ich, daß ein solcher Zustand der Dinge nur eine sehr kurze Periode des Übergangs zum vollständigen Kommunismus wird ausmachen können, eine Periode, die nur so lange 3auern wird, als die Leute brauchen, um in der neuen Gesellschaft sich einzurichten; denn ich begreife nicht, wie es reiche Leute geben könnte, wenn es keine armen Leute geben wird. Es würde in der Tat ein natürlicher Zwang gegeben sein, der jeden Menschen verhindern würde, etwas zu tun, wozu er nicht geeignet ist, weil er es nicht mit Nutzen tun kann. Und ich brauche nicht zu sagen, daß, um zu dem Wohlstand zu gelangen, von dem ich gesprochen habe, wir alle nützlich arbeiten müssen. Aber wenn ein Mensch nützliche Arbeit macht, so könnt ihr ihn nicht entbehren, und wenn ihr ihn nicht entbehren könnt, so könnt ihr ihn nur mittels Zwang in eine niedrigere Lage als die eines anderen nützlichen Bürgers versetzen, und wenn ihr ihn in eine solche Lage zwingt, so habt ihr gleich wieder eure privilegierten Klassen. Wenn ferner alle Leute behaglich oder sogar gut leben, so wird die Schärfe des Kampfes um die besseren Stellungen, die dann nicht mehr ein Leben von Müßiggang oder Gewalt über seine Nächsten in sich schließen, sicherlich nachlassen. Jetzt werden die Menschen reich in ihren Kämpfen, der Armut zu entgehen, und weil ihre Reichtümer sie vor den Schrecknissen schützen, die eine notwendige Begleiterscheinung des Vorhandenseins von reichen Leuten sind, zum Beispiel der Anblick von Höhlenwohnungen, der Schmutz von Fabrikgegenden, das Schreien und die häßliche Sprache betrunkener und verwilderter armer Leute usw. Aber wenn das ganze Privatleben anständig und, von natürlichen Zufällen abgesehen, glücklich ist, und wenn die öffentlichen Einrichtungen euer Verlangen nach Pracht und Fülle zufrieden stellen; wenn niemandem gestattet ist, das Publikum durch Verkümmerung der natürlichen Schönheit der Erde zu schädigen oder den Menschen zu verbieten, ihrem Verlangen, sie schöner zu machen, vollen Spielraum zu geben, von welchem Vorteil wäre es alsdann, mehr nominellen Reichtum zu besitzen als euer Nachbar? Da also einerseits Leute, deren Arbeit als nützlich anerkannt wäre, sich kaum einem neuen Kastenwesen unterwerfen werden, und da andererseits Leute, die das Glück haben, daß sie alle ihre vernünftigen Bedürfnisse leicht befriedigen können, sich schwerlich damit abquälen werden, andere Leute zu quälen, ihnen einen Extra-Reichtum zu schaffen, den sie nicht verwenden können, so glaube ich, würde der Vergemeinschaftung der Produktionsmittel sehr bald die Vergemeinschaftung ihrer Produkte folgen, d. h. es würde unter allen Menschen vollständige Gleichheit der Lebenslage bestehen. Was wieder nicht besagen will, daß die Menschen (durch die Bank) ihrer Nebenmenschen Röcke, Häuser oder Zahnbürsten gebrauchen würden, sondern daß jeder, welche Arbeit er auch immer verrichtet, die Möglichkeit hätte, alle seine vernunftgemäßen Bedürfnisse gemäß dem anerkannten Maßstab der Gesellschaft, in der er lebt, d. h. ohne Beraubung irgend eines anderen Bürgers zu befriedigen. Der Glaube, daß dies verwirklicht werden kann, ist es, auf Grund dessen ich fortfahre, Sozialist zu sein. Beweist mir, daß es dies nicht ist, und ich werde mir keine Mühe geben, mein Teil zur Abänderung des jetzigen Gesellschaftszustandes beizutragen, sondern werde versuchen, mit so wenig wie möglich Pein für mich und Belästigung für meine Nächsten dahinzuleben. Aber ich muß sagen, daß ich doch mehr oder weniger sowohl eine Pein (oder wenigstens eine Schande) für mich und eine Belästigung für meine Nächsten sein werde. Denn ich behaupte, daß jeder andere Gesellschaftszustand als der Kommunismus bedrückend und schmachvoll für alle ihm Angehörenden ist.

Einige von euch erwarten möglicherweise, daß ich etwas über den Mechanismus sage, durch den eine kommunistische Gesellschaft zur Durchführung zu bringen wäre. Wohlan, ich kann nicht viel sagen, was nicht rein negativ ist. Viele Gegner des Sozialismus und selbst etliche Sozialisten sind, wie ich schon vorher angedeutet habe, geneigt, den genossenschaftlichen Mechanismus, zu dem das moderne Leben hintreibt, mit dem Wesen des Sozialismus selbst zu verwechseln; seine Feinde kritisieren ihn, und manchmal verteidigen seine Freunde ihn eingemäß jener Punkte; meiner Meinung nach begehen sie aber, und insbesondere die letzteren, damit einen schweren Irrtum. Zum Beispiel: Ein Antisozialist wird sagen: wie werdet ihr ein Schiff unter sozialistischen Bedingungen in die See stechen lassen? Wie? Nun, mit einem Kapitän und Matrosen, mit Schiffer und Maschinist (wenn es ein Dampfer ist), mit Vollmatrosen und Heizern usw. usw. Nur wird es unter den Passagieren keine erste, zweite und dritte Klasse geben. Die Matrosen und Heizer werden ebenso gut genährt und untergebracht werden, wie der Kapitän oder die Passagiere, und der Kapitän und der Heizer werden die gleiche Bezahlung haben.

Es gibt viele Unternehmungen, die dann ebenso wie jetzt (und wie es zu ihrem ersprießlichen Betrieb wahrscheinlich immer nötig sein wird) unter der Führung eines Mannes werden betrieben werden. Der einzige Unterschied zwischen dann und jetzt wird der sein, daß er gewählt werden wird, weil er für die Arbeit paßt, und nicht weil ein einträgliches Geschäft für ihn gefunden werden muß, und daß er seine Arbeit im Interesse eines jeden und aller und nicht um einen Profit zu machen verrichten wird. Außerdem wird die Zeit uns lehren, welch neuer Mechanismus für das neue Leben notwendig sein wird; vernünftige Menschen werden sich ohne Einreden ihm unterwerfen, unvernünftige aber werden durch die Natur der Dinge sich dazu gezwungen sehen und sich, fürchte ich, nur ebenso trösten können, wie der Philosoph, der, als er sich den Kopf gegen den Türpfosten stieß, die Natur der Dinge verfluchte.

Nun wohlan, da unser Ziel auf dem Gebiet der ganzen Gesellschaft den Krieg durch den Frieden, Kummer und Schande durch Freude und Selbstachtung zu ersetzen, so groß und so erstrebenswert ist, so mögen wir wohl eifrig uns nach etlichen Mitteln umschauen, unser Unternehmen in Gang zu bringen; und da es gerade diese Mittel sind, bei denen die Schwierigkeit liegt, so appelliere ich an alle Sozialisten, ihren Gedanken und Gefühlen über sie ehrlich und furchtlos Ausdruck zu geben, zugleich aber nicht mit jenen, deren Ziel das gleiche wie das ihre ist, nur deshalb Zank anzufangen, weil eine Meinungsverschiedenheit hinsichtlich der Nützlichkeit der Einzelheiten der Mittel zwischen ihnen herrscht. Es ist schwer und selbst unmöglich, hinsichtlich ihrer keine Irrtümer zu begehen, getrieben wie wir sind durch den raschen Lauf der Zeit und die Notwendigkeit, inmitten all der Umstände etwas zu tun. So laßt uns die Fehler, die andere machen, selbst dann vergeben, wenn wir selbst keine begehen, und miteinander in Frieden leben, um desto besser gegen die Monopolisten Krieg führen zu können.

Anmerkungen des Verfassers:

(1) Nämlich das Publikum, d. h. die Arbeiter selbst in ihrer Eigenschaft als Konsumenten. [Note von Morris.]

Ein Vortrag von William Morris über den Kommunismus und die sozialistische Taktik, In Dokumente des Sozialismus, hrsgb. von Eduard Bernstein, Bd. II-III, Stuttgart, Dietz, 1903, S. 505-513.

Originaltext: http://www2.cddc.vt.edu/marxists/deutsch/archiv/morris/1893/03/kommunismus.htm


Creative Commons - Infos zu den hier veröffentlichten Texten / Diese Seite ausdrucken: Drucken


Email  RSS