Arthur Müller Lehning - Industrielle Dienstverweigerung!

Während der erste Weltkrieg "liquidiert" wird, ist in der ganzen Welt die Vorbereitung des nächsten Krieges mit beschleunigtem Tempo im Gange.

Die ungeheuren, von Jahr zu Jahr steigenden Kriegsbudgets genügen nicht mehr: in den Tagen der Räumung des Rheinlandes, die das Ende des Krieges und den Beginn einer wahrhaften Friedenspolitik bedeuten sollte, fordert die französische Regierung einige Milliarden "zur Befestigung der Grenzen" und zur Neuanschaffung von Armeevorräten - eine Erhöhung der Kriegsbereitschaft, die von italienischer Seite sofort mit denselben Massnahmen beantwortet wird.

Das Kriegsbudget des "entwaffneten" Deutschland erreicht dieses Jahr die bisher ungekannte Höhe von 788 Millionen Mark. Trotzdem der Militarismus der Deutschen Republik von dem Versailler Friedensvertrag in genau bestimmten Grenzen gehalten ist (100.000 Mann, 288 Kanonen usw.), steigen seine Ausgaben von Jahr zu Jahr. Von den 788 Millionen fallen 515 auf die Reichswehr (gegen 338 Millionen für 1924!). Für geheime Zwecke (also Spionage, Giftgasvorbereitung usw.) ist ein Betrag von 4 Millionen angegeben worden - aber man darf annehmen, dass mindestens ein Drittel des ganzen Budgets ebenfalls für geheime Zwecke angewendet wird. Denn die angegebenen Zahlen im Reichswehrbudget sind gefälscht. Während überall ein Gewehr für 100 Mark zu haben ist, berechnet die Reichswehr 154 Mark dafür; für dieselben Kanonen, für die Frankreich 18.350 Mark zahlt, werden 50.000 Mark berechnet: die Beträge für die Unterhaltung der Waffen sind ganz phantastisch.

Durch diese Zahlenfälschung war die Reichswehr imstande, mehr Material anzuschaffen, als ihr erlaubt ist. Sie dürfte heute imstande sein, dreimal soviel Soldaten zu bewaffnen, wie es der Friedensvertrag zulässt. Die ganze Politik der "Heeresleitung" (ein Institut, das 10.238.000 Millionen Mark kostet und in dem 982 Personen beschäftigt sind - im preussischen Kriegsministerium 1913 dagegen 619!) geht lediglich darauf hinaus, aus der Reichswehr eine Kadre-Armee zu machen, um bereits jetzt die Vorbereitungen zur Organisierung einer neuen grossen Armee zu treffen, sobald die Möglichkeit dazu gegeben ist.

Zweifellos wird auch ein grosser Teil des Budgets für diese Organisierung und ausserdem für die Vorbereitung von Kriegsgerätherstellung in den Fabriken verwendet.

Eine der hauptsächlichsten Kriegsvorbereitungen aller Staaten ist die wirtschaftliche. Alle Regierungen treffen Vorbereitungen für die Zusammenfassung aller wirtschaftlichen Kräfte zu machtvoller Wirkung im Kriegsfalle. Sie breiten eine industrielle Mobilmachung vor. Diese setzt eine enge Zusammenarbeit von Militärbehörde und Industrie voraus. Sie bedeutet Einbeziehung des ganzen wirtschaftlichen Lebens, der Technik und Wissenschaft in die Kriegführung. Durch die unerhört schnelle Veraltung des Kriegsmaterials bei der stets fortschreitenden Technik ist es nicht möglich und nicht erwünscht, auf unbestimmte Zeit voraus grosse Massenvorräte anzufertigen. Deshalb zielt die Innenmobilisation der Fabriken darauf hin, den Fabriken bestimmte Anweisungen zu geben über Art und Menge des Kriegsgeräts, das sie zu verfertigen haben.

Der Massenbedarf im Kriege verlangt Massenproduktion. Dafür sind konstruktive und fabrikmässige Vorbereitungen nötig. Die Kriegsvorbereitung besteht also darin, dass die Fabriken jederzeit zu einer Umstellung auf Kriegsproduktion bereit sind, dass sie zur Massenfertigung imstande sind auf Grund der nach den letzten Erfindungen und vorgeschrittensten Technik angefertigten Modelle (Gewehre, Kanonen, Tanks usw.). Damit die Fabrik die notwendigen Vorbereitungen und Einrichtungen treffen und beim Ausbruch der Mobilmachung unverzüglich mit der Herstellung von Kriegsmaterial beginnen kann, muss sie natürlich bereits im Frieden bezahlt werden. Für diese Kriegszwecke bekommen die einschlägigen Fabriken von den Regierungen Subventionen. Es kann gar kein Zweifel darüber sein, dass auch die Reichswehr bereits heute solche Verbindungen mit der Industrie herstellt (also nicht nur in Russland ihre Giftgasfabriken hat!) und ungeheure Summen für diese Vorbereitung verwendet.

Die Mechanisierung und Motorisierung des Krieges bedeutet seine vollkommene Industrialisierung. Nicht der Soldat führt Krieg, sondern das Volk. Nicht das Heer ist der entscheidende Faktor, sondern die Industrie. Die "Verteidigung des Vaterlandes" ist eine Sache von Industrie und Oel geworden. Die Luftflotte und das Giftgas machen den modernen Krieg zu einem aero-chemischen Krieg. Aber die Grundlage für diese Produktion für den modernen Krieg bilden Fabriken für Verkehrsflugzeuge und Farbenfabriken. Zu den entscheidenden Faktoren des Maschinenheeres gehören: Lastauto, motorisierte Artillerie und Tank. Sie können in jeder grossen Metallfabrik hergestellt werden.

Mit den neuen Kriegsmethoden haben sich auch die Kriegsziele verändert. Das Ziel im nächsten Krieg ist nicht, die feindliche Armee zu schlagen, sondern das Hinterland zu vernichten: der Angriff auf die wichtigsten Industriezentren. Alle Militärsachverständigen äussern: der Beginn des nächsten Krieges wird ein ungeheurer Luftangriff auf die ökonomischen Zentren des Feindes sein, um seine wirtschaftliche Kriegsorganisation lahmzulegen, um die Inwirkungsetzung seiner Kriegsmaschine zu verhindern. Das heisst also, die Bedrohung der unbewaffneten und unbeschützbaren Massen der grossen politischen und industriellen Zentren mit einer Massenabschlachtung aus der Luft ! Die Städte werden bombardiert und mit Gas- und Brandbomben belegt. Seit dem Kriege haben die imperialistischem Kolonialmächte Frankreich und England diese Methoden zur "Zivilisierung" der farbigen Rassen in Nord-Afrika, Britisch-Indien und in Indo-China "mit Erfolg" angewandt. Der Krieg und seine Vorbereitung ist von dem spezifisch militärischen auf das industrielle verlegt worden; ohne ökonomische Kriegsvorbereitung kann kein Staat mehr Krieg führen.

Auf ökonomischem Gebiet muss daher auch mit aller Kraft die Kriegsbekämpfung anfangen: Es ist notwendig, dass ein Anfang mit industrieller Kriegsdienstverweigerung gemacht wird.

Der Kapitalismus bereitet sich mit allen Mitteln auf den nächsten Krieg vor. Während die Welt noch im Schatten des Weltkrieges lebt, wirft der nächste Krieg schon seine Schatten voraus. Während die Länder kaum imstande sind, die Kriegsschulden zu zahlen, werden phantastische Summen für neue Kriegszwecke ausgegeben.

Und die Arbeiterbewegung? Zwar hat der reformistische Amsterdamer (jetzt Berliner) "Internationale Gewerkschaftsbund" eine Resolution für den Generalstreik bei Kriegsausbruch angenommen, aber man merkt leider nichts von seiner Vorbereitung. Für eine solche Vorbereitung ist es natürlich notwendig, dass die Arbeiterschaft entschlossen ist, sich unbedingt gegen jeden Krieg, auch gegen den sogenannten "Verteidigungskrieg" zu widersetzen. Aber die Millionen, die dem IGB, die Hunderttausende, die dem ADGB angeschlossen sind, folgen der politischen Führung der Sozialdemokratie, die ja den Verteidigungskrieg nicht ablehnt, die die nationale Verteidigung organisiert und deren seit langer Zeit bekannter "Burgfrieden" mit der nationalen Bourgeoisie, mit der sie ja auf Gedeih und Verderb verbunden ist, "das Vaterland in der Stunde der Gefahr nicht im Stiche lassen" wird.

Aber es dürfte doch klar sein, dass es nur zwei Dinge gibt: entweder Vorbereitung des Generalstreiks, unbedingter Kampf gegen den Krieg mit allen Mitteln - oder: Organisierung des Verteidigungskriegs (andere Kriege werden bekanntlich nicht geführt!).

So wie alle Regierungen imstande sind, jeden Tag und jede Stunde die Kriegsmaschine in Wirkung zu setzen, so muss dass Proletariat bereit sein, den ersten Befehl zur Mobilisation zu beantworten mit einem passiven und aktiven Widerstand.

Am Tage der Mobilmachung ist es für die Organisation eines solchen Widerstandes zu spät. Diese Vorbereitung muss schon jetzt beginnen. Es muss bekanntgemacht werden, wo öffentlich oder geheim gerüstet wird. In allen wichtigen Betrieben sollen Fabrikkomitees gegründet werden mit dem bestimmten Zweck, die Produktion auf Kriegsproduktion zu kontrollieren und zu untersuchen, auf welchem Wege eine Umstellung der Fabriken auf Kriegsproduktion am geeignetsten zu verhindern ist; diese Verhinderung ist vorzubereiten.

Auch die Arbeiterbewegung, die den von den kapitalistischen Staaten organisierten Krieg nicht will, soll ihren "Verteidigungstag" haben: eine Probe, inwieweit alle notwendigen Massnahmen getroffen sind, einen Generalstreik bei Kriegsgefahr durchzuführen!

Zur Vorbereitung dieses Generalstreiks ist es notwendig, dass schon jetzt ein Beginn mit der industriellen Dienstverweigerung gemacht wird, und es ist die Aufgabe der ökonomischen Organisationen, diese durchzuführen.

Die besonderen Schwierigkeiten solcher Aktionen, besonders bei der heutigen permanenten Arbeitslosigkeit, sollen nicht verkannt werden. Andererseits muss der Gedanke in breite Schichten der Arbeiterschaft getragen werden, dass es sich bei der Verhinderung des Krieges um Tod oder Leben handelt - nicht nur um breite Massen der Bevölkerung, nicht nur um das Proletariat, das immer und in allen Ländern jeden Krieg verliert, sondern dass es sich handelt um Tod oder Leben des Sozialismus und um die Rettung der Kultur vor dem Untergang in einer ungeheuren Barbarei .

Um diesen Untergang zu verhindern, um die Welt vor einer noch grösseren Barbarei zu retten, ist ein Kampf notwendig, der nicht ohne Opfer siegreich sein wird.

Es handelt sich bei der industriellen - noch weniger als bei der militärischen - Dienstverweigerung nicht so sehr um Akte einzelner. Bei der militärischen Dienstverweigerung herrscht der Dienstzwang, und ausserdem ist die Kriegsdienstverweigerung geeignet, aufrüttelnd zu wirken und bleibt wichtig als Propaganda und Auftakt zur Massenverweigerung. Als Protest gegen den Dienstzwang - gegen die Dienstpflicht, die auch in Deutschland wieder eingeführt zu werden droht - trotzdem die Sachverständigen technisch ausgerüstete Berufsheere für zweckmässiger halten - und als Beispiel auch für die Verweigerung der bürgerlichen Dienstpflicht, die von allen Staaten im Kriegsfalle eingeführt werden wird, behält sie ihre Bedeutung -, aber es ist nicht damit zu rechnen, dass auf diesem Wege der Militarismus vernichtet werden wird. Vielmehr noch als bei der militärischen, handelt es sich bei der industriellen Kriegsdienstverweigerung nicht vorwiegend um die Frage, ob es einige Arbeiter gibt, die sich weigern, sich an der Kriegsproduktion zu beteiligen, sondern um die Frage, wie wir dazu kommen können, die ganze Kriegsproduktion zu verhindern.

Für eine zweckmässige Propaganda und Aktion ist es notwendig, die verschiedenen Hauptarten der Rüstungsindustrie zu unterscheiden:

  1. Kriegsindustrie im engeren Sinn, Fabriken, die nur für den Krieg produzieren, also Gewehre, Kanonen, Pulver usw., und
  2. halbe Kriegsindustrie
  3. Industrien, die erst im Kriegsfalle zur Kriegsindustrie werden: Chemische Fabriken (auch Flugzeugfabriken in Deutschland).

Halbe Kriegsindustrie:

a) Fabriken, die nur von Zeit zu Zeit für den Krieg produzieren, z.B. Werften, die ausnahmsweise einen Panzerkreuzer bauen; Kennst du die Produktion deines Betriebes? Weisst du, ob sie der Kriegsvorbereitung dient? Hast du dir überlegt, wie du dem drohenden Kriege entgegenarbeiten kannst? Tust du darin deine Pflicht in Agitation und Organisation ?

b) Fabriken, die zwar regelmässig, aber nur zum Teil direkte Kriegsarbeit machen: Metallfabriken, die regelmässig Gasmasken herstellen (in anderen Ländern: Flugzeugfabriken, die Militär-Flugzeuge herstellen);3.

Industrien, die erst im Kriegsfalle zur Kriegsindustrie werden: Chemische Fabriken (auch Flugzeugfabriken in Deutschland):

Es ist natürlich leicht, einfach die Losung auszugeben, keine Kriegsindustrie mehr zu fördern, aber wenn unser Ziel die Massendienstverweigerung sein soll, so müssen wir nach den Wegen und Mitteln suchen, um grössere Gruppen von Arbeitern zu der Aktion für Vorbereitung der Kriegsverhinderung zu bringen.

Wir müssen damit rechnen, dass die Propaganda und Durchführung der industriellen Dienstverweigerung in der reinen Kriegsindustrie ungeheure Schwierigkeiten mit sich mitbringt, da für die meisten Arbeiter die Arbeitssicherung nun einmal schwerer wiegt als ihre Antikriegsgesinnung. Dennoch ist eine besondere Propaganda unter den Rüstungsarbeitern notwendig. Eine Propaganda die einerseits darauf hinausgeht, die Umstellung der Fabriken auf Friedensindustrie zu fordern, andererseits zur Vorbereitung der Unbrauchbarmachung der Fabriken im Kriegsfalle. Es ist ohne weiteres klar, dass bei der heutigen Arbeitslosigkeit für jeden Arbeiter, der sich weigert, in der Kriegsindustrie zu arbeiten, Tausende von Arbeitern bereitstehen, um seinen Platz einzunehmen.

Für die Industrien, die erst im Kriegsfalle zu Kriegsindustrien werden, ist eine starke Propaganda unter den Arbeitern dieser Fabriken notwendig. Es soll stets auf die wirtschaftliche Vorbereitung des Krieges hingewiesen und klargemacht werden, welche Rolle die betreffende Fabrik im Kreigsfalle spielt. Die Losung der Kontrolle der Produktion soll erhoben werden, auch zur Untersuchung ob nicht bereits jetzt Massnahmen zur Kriegsproduktion getroffen werden oder diese (Flugzeuge, Giftgasmunition) sogar schon fabriziert wird. Ein Fabrikkomitee soll die Massnahmen untersuchen, wie am zweckmässigsten die Umstellung der Fabrik auf volle und offene Kriegsarbeit verhindert werden kann.

Die Möglichkeiten direkter Aktionen sind in den Industrien der zweiten Art, den "halben" Kriegsindustrien, am besten gegeben. Hier muss die sofortige Verweigerung der Kriegsarbeit anfangen. Die Arbeiter einer Fabrik, die regelmässig optische Instrumente machen und einen Auftrag bekommen für bestimmte Kriegsgeräte z.B. einer Werft, die Handelsschiffe baut und jetzt Panzerkreuzer bauen soll, sollen diese Arbeit verweigern, die Arbeit in der ganzen Fabrik niederlegen und ihre Organisationen zwingen, diese Arbeitsverweigerung als Streik anzuerkennen!

Die propagandistische Bedeutung eines einzigen solchen Streiks schon wäre ungeheuer. Die Losung der "verantwortlichen Produktion" würde so in die Tat umgesetzt werden. Ein solches praktisches Beispiel hätte mehr Bedeutung als alle Propaganda.

Ein solcher Streik enthält im Keim die ganze Aktion der praktischen Kriegsverhinderung. Er bereitet den Generalstreik vor. Ohne solche Aktionen wird es nicht möglich sein, für breite Massen das Problem der Kriegsverhinderung zu einer konkreten Frage zu machen.

Indem die Arbeiter die Kriegsarbeit verweigern und andere Arbeit fordern, zeigen sie, dass sie sich nicht nur verantwortlich fühlen für die Arbeit, die sie tun, sondern auch für den Betrieb, in dem sie arbeiten. Sie legen damit die moralische Basis für die Besitznahme der Fabriken durch die Arbeiter, für die soziale Revolution.

Denn nur diese wird den Krieg verhindern können. Nicht nur weil der Generalstreik bei Kriegsausbruch Revolution bedeutet, sondern weil nur die Vernichtung des Kapitalismus das Ende des Krieges bedeutet.

Deshalb ist es natürlich auch richtig, dass der Kampf gegen Krieg und Militarismus ein untergeordneter Kampf ist, dass der entscheidende Kampf dem Kapitalismus selbst zu gelten habe und dass es vor allem diesen zu organisieren gilt. Gewiss, aber die entscheidende Frage des Kapitalismus wird mehr und mehr der Krieg, den er nicht verhindern kann und der doch die Lösung des ökonomischen Chaos, das der Kapitalismus geschaffen hat und täglich schafft, nicht bringen wird. Der Krieg, zu dem die ganze Welt jetzt rüstet, ist nichts anderes als der offene Ausbruch das latenten Chaos, in dem wir ständig leben. Entweder wird der Kapitalismus am nächsten Krieg zerschellen oder - der Sozialismus.

Der Kampf gegen den Krieg und seine Vorbereitung ist zu ein und demselben Kampf geworden unter einem ökonomischen System, wo Friedensarbeit und Kriegsarbeit kaum noch zu unterscheiden sind, und wo das ganze ökonomische Leben mehr und mehr zu einer riesigen Kriegsindustrie wird.

Die praktische Organisierung der Arbeiterschaft im Kampf gegen den Krieg, die Durchführung einer direkten industriellen Aktion gegen die Kriegsvorbereitung bildet heute auch die zweckmässigste Vorbereitung zu einem siegreichen Kampf gegen ein verbrecherisches System, dessen Friede nichts anderes als eine friedliche Ausbeutung und ausserdem die Vorbereitung zu neuen Kriegen bedeutet.

Wir haben jetzt die "Liquidation des Krieges" erlebt. Dieses Ende des Weltkrieges war zu gleicher Zeit die Liquidation des Pazifismus der Nachkriegszeit. Die Vorbereitung für den neuen Krieg ist jetzt öffentlich und offenbar.

Die kapitalistische Welt geht einem neuen 1914 entgegen. Nur wenn die Arbeiterklasse bis dann wieder gelernt haben wird zu kämpfen mit allen Mitteln der ökonomischen direkten Aktion - und wenn diese Kämpfe auch vorläufig Niederlagen sein würden - um die Vorbereitung eines neuen universellen Mordens zu verhindern, nur dann wird sie in dem entscheidenden Moment, jenen entscheidenden Kampf führen können, der allein die Arbeiterklasse und die Welt vor dem Untergang retten kann.

Arthur Müller Lehning

Originaltext:
http://ch.indymedia.org/de/2003/03/5416.shtml


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