Zum Umgang miteinander - Die häufigsten Fallen

Öfter als mensch denkt scheitert eine Zusammenarbeit nicht an der gemeinsamen Zielsetzung, sondern daran wie die Beteiligten sich verhalten. Wir sollten folgende negative Verhaltensweisen abstellen, die immer wieder auftauchen:

  • Die Show abziehen: Zu viel, zu lang und zu laut reden.
  • Der Problem-Löser: Ständig die Antwort oder die Lösung eines Problems liefern, noch bevor andere die Gelegenheit haben, sich einzubringen.
  • IN GROSSBUCHSTABEN REDEN: Die eigene Lösung oder Meinung als DAS letzte und abschließende Wort zum Thema einbringen (wird oft verstärkt durch den Ton in der Stimme und die Körperhaltung).
  • Verteidigungshaltung: Auf jede entgegengesetzte Meinung so antworten, als sei es ein persönlicher Angriff: "Offensichtlich hat keiner verstanden, was ich gesagt habe. Was ich meinte, war...".
  • Haarspalterei: Unbedeutende Fehler in den Stellungnahmen anderer herauspicken, Ausnahmen zu jeder Regel feststellen.
  • Wiederholen: Genau dasselbe wiederholen, was ein/e Frau/Mann gerade vollkommen klar und deutlich gesagt hat.
  • Aufmerksamkeit suchen: Alle dramatischen Mittel einsetzen, um ins Scheinwerferlicht zu kommen.
  • Wichtigtun: Durch die Beobachtung von Gruppenprozessen und Formalem die Aufmerksamkeit auf sich lenken und dadurch die Verantwortlichkeit von Einzelnen und von der Gruppe verhindern.
  • Herabsetzen: "Ich habe das früher auch geglaubt, aber inzwischen...". "Willst du wirklich behaupten, dass...?".
  • Immer kritisieren: An allem und jedem etwas Schlechtes oder Problematisches finden.
  • Das Gesprächthema verändern: Die Diskussion auf die eigenen Lieblingsthemen lenken, um die eigene Lieblingsmeinung loszuwerden.
  • Der Pöstchen-Halter: An formalen Machtpositionen festkleben.
  • Nicht zuhören: Nach den ersten paar Sätzen anderer in Gedanken eine Antwort formulieren, von da an auf nichts mehr achten und in die erste Pause hineinplatzen.
  • Unversöhnlichkeit u. Dogmatismus: Auch in den kleinsten Punkten auf der eigenen Position beharren.
  • Gefühle vermeiden: Intellektualisieren, sich in Passivität flüchten oder Witze machen, wenn es an der Zeit wäre, Gefühle zu äußern.
  • Herablassung und Paternalismus (väterliches Getue): "Na, will denn nicht mal eine von den Frauen was dazu sagen?"
  • Frauen anmachen: Sexualität einsetzen, um Frauen zu manipulieren.
  • Aufmerksamkeit und Unterstützung vom eigenen Geschlecht suchen und zugleich mit dem anderen Geschlecht konkurrieren.
  • Sich überstürzen: Ständig Aufgaben übernehmen, bevor andere die Chance haben, sich freiwillig zu melden.
  • Der Promovierte: Schlüsselinformationen für sich behalten und zu eigenem Nutzen und Vorteil einsetzen.
  • Für andere sprechen: "Viele von uns meinen, dass wir dies und jenes tun sollten..."; "Was XY wirklich meinte, war...".

(teilweise aus: "Sexismus - in politischen Gruppen" Libertäre Tage FFM)

Originaltext: http://anarchosyndikalismus.org/asn05.htm


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