Johannes K.F. Schmidt - Erich Mühsam (1878 - 1934)

Geboren wurde Erich Mühsam am 6.April 1878 in Berlin und wuchs in Lübeck auf, wohin die Familie 1879 gezogen war, wo sein Vater eine Apotheke am heutigen Lindenplatz übernahm. Dort in Lübeck besuchte er auch das Gymnasium Katharineum, welches er jedoch auf Beschluß des Direktoriums wegen „sozialistischer Umtriebe“ 1896 vorzeitig verlassen mußte. Sein Vater, ein angesehener Apotheker, erreichte schließlich, daß Mühsam im mecklenburgischen Parchim zumindest mit dem Abschluß der Untersekunda die mittlere Reife erlangen konnte. Weil es der Wille seines Vaters war, daß Erich einmal das Geschäft übernehmen sollte, mußte auch er den Apothekerberuf erlernen. Deshalb absolvierte er in den Jahren 1896 bis 1899 die übliche dreijährige Lehrzeit. Als 22jähriger initiierte er in Lübeck eine Bürgerinitiative, der es gelang, einen der ältesten Lübecker Profanbauten, die Löwenapotheke, vor dem Abriß zu bewahren, was zwar seinem Arbeitgeber, dem Konkurrenten des Löwenapothekers, sehr mißfiel. Im Jahr 1900 war er in Lübeck, Blomberg/Lippe und in Berlin als Apothekergehilfe tätig. Die Pillendreherei und Mischerei von Tinkturen empfand Mühsam allerdings nicht als die Erfüllung seines Lebens, so daß er sich in Berlin ein Jahr später bereits für den weiteren Lebensweg als freier Schriftsteller entschied und sich der Dichtervereinigung „Neue Gemeinschaft“ anschloß. Dort lernte er Gustav Landauer kennen, der ihn mit der anarchistischen Bewegung und Literatur bekannt machte. Die sich hieraus ergebende Freundschaft mit Landauer war mit ausschlaggebend für das Schaffen Mühsams als „literarischer Anarchist“, als der er sich in den Jahren 1901 bis 1904 radikal gegen bürgerlich-gesellschaftliche Normen und staatliche Bevormundung und Zwänge wandte. Hierbei spielte das Studium anarchistisch-philosophischer Schriften Proudhons, Bakunins, Kropotkins, Stirners, aber auch Friedrich Nietzsches eine nicht unerhebliche Rolle. Er publizierte unter anderem in den Zeitschriften „Simplicissimus“, „Gesellschaft“ sowie in der von Franz Pfempfert herausgegebenen „Aktion“. Aus seinen Veröffentlichungen sprach die tiefe solidarische Verbundenheit mit den sozial Benachteiligten. Mit der von ihm als bürgerlich erkannten SPD wollte er ebenso wenig zu schaffen haben wie mit dem autoritätsfixierten Marxismus. Im Gegensatz hierzu war er bestrebt, eine Umwälzung der Gesellschaft durch die Revolte der untersten sozialen Schichten, die von den Marxisten als „lumpenproletarisches Gesindel“ verächtlich gemacht wurden, voranzutreiben und zu erreichen.

Die Jahre 1904 bis 1908 nutzte Mühsam zu ausgedehnten Reisen nach Zürich, Norditalien, Ascona, München, Wien und Paris. Zu diesem Zeitpunkt hatte Erich Mühsam bereits einen großen literarischen Bekanntheitsgrad, aufgrund dessen diese Reisen für den unter chronischem Geldmangel Leidenden durch Einladungen befreundeter Schriftsteller erst möglich werden konnten. Der eigentliche Grund für diese Reisen war jedoch, daß er bereits 1903 unter polizeilicher Beobachtung stand.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland nahm er im Münchener Stadtteil Schwabing Wohnung und gründete zum Zweck der Agitation der untersten sozialen Schichten (dem „Subproletariat“) die „Gruppe Tat“, was ihm im Februar 1910 eine Verhaftung und eine Anklage wegen „Geheimbündelei und Verschwörung“ eintrug, die aber vor Gericht mit einem Freispruch endete. Letztlich mußte der Versuch, das Subproletariat politisch zu radikalisieren, daran scheitern, daß sich diese Bevölkerungsschicht für revolutionäres Gedankengut als nicht sehr empfänglich erwies. In Schwabing blieb er bis 1924 wohnhaft (unterbrochen von einer fünfjährigen Haftzeit) und entwickelte sich dort zu einer zentralen Figur der Münchener Bohème.
 
Ab 1911 gab er bis ins Jahr 1919 hinein das anarchistische Periodikum „Kain. Zeitschrift für die Menschlichkeit“ heraus. Mit Beginn des 1. Weltkrieges stellte er die Zeitschrift wieder ein, weil er in einem Krieg die furchtbarste Fehlentwicklung von „Menschlichkeit“ sah. Erst nach dem Ende des Krieges ließ er 1919 seinen „Kain“ wiedererstehen. Noch vor Beginn des vorhersehbaren 1. Weltkriegs und durch alle vier Kriegsjahre hindurch betätigte sich Mühsam als radikaler und antimilitaristischer Agitator gegen Krieg und Kapitalismus und versuchte, allerdings erfolglos, die Gründung eines internationalen Bundes von Kriegsgegnern. Er selber wurde 1915 wegen Militär- und Kriegsdienstverweigerung zu sechs Monaten Festungshaft verurteilt. 1916 organisierte er Protestmärsche, Kundgebungen und Streiks gegen die Weiterführung des Krieges.

Wie so viele ließ sich auch Mühsam 1917 vom Sieg der russischen Oktoberrevolution begeistern, in seiner revolutionären Tätigkeit beflügeln und ihn zum Vertreter des Rätesystems werden. 1918 wurde er wegen revolutionärer Straßenaktionen und Streikaufforderungen wiederum verhaftet und für einige Wochen in Traunstein interniert. Am 7. November 1918 beteiligte er sich als Mitglied des Münchener Arbeiter- und Soldatenrates an der Novemberrevolution.

Nach der Ermordung Kurt Eisners durch den rechtsradikalen Studenten Graf Arco 1919 war Mühsam neben Gustav Landauer, den er für die Beteiligung an der Münchener Räterepublik gewinnen konnte, und Ernst Toller federführend an der Umsetzung revolutionärer Ziele beteiligt. Bei der Niederschlagung der Räterepublik wurde er am 13. April 1919 von Schutztrupplern verhaftet und entging so dem Schicksal seines Freundes Gustav Landauers, der von Angehörigen der Noske-Soldateska ins Gefängnis Stadelheim gebracht und dort mit Gewehrkolben erschlagen wurde. Bei seiner Verhaftung, so schilderte es seine Frau, Zensl Mühsam, später in ihrer Broschüre „Der Leidensweg Erich Mühsams“, trat Mühsam den Soldaten mit den Worten gegenüber: „Wenn ihr den Auftrag habt, mich zu erschießen, dann tut es!“ Möglich, daß diese daraufhin den Mut verloren, den Mordauftrag auszuführen. Am 17. Juli gleichen Jahres wurde Mühsam von einem Gericht der Weimarer Republik wegen aktiver Beteiligung an der Novemberrevolution (die erst die Weimarer Republik ermöglichte!) zu einer 15jährigen Festungshaft verurteilt. Auch während seiner Haft setzte Mühsam seine revolutionäre Tätigkeit fort, indem er sich einerseits – meist jedoch vergeblich – bei seinem gleichaltrigen Duzfreund und Lübecker Schulkameraden, dem Reichsjustizminister Gustav Radbruch, für seine politischen Mitgefangenen einsetzte, ein Programm für die Vereinigung revolutionärer Organisationen und Parteien gegen nationalistische, militaristische und bürgerliche Tendenzen und Bestrebungen entwarf sowie zahlreiche Kampfgedichte und Kampflieder verfaßte.

Im Rahmen einer allgemeinen „Weihnachtsamnestie“, die allerdings weniger Erich Mühsam, sondern dem auch in Festungshaft gehätschelten Nazi-Führer Adolf Hitler galt, kam Mühsam am 20 .Dezember 1924 wieder frei und verlegte seinen künftigen Wohnsitz nach Berlin. 1925 machte er für die Rote Hilfe eine Vortragsreise durch Deutschland, wurde Mitglied der „Föderation Kommunistischer Anarchisten“, die ihn jedoch wenige Monate nach seinem Beitritt wieder ausschloß, weil er gemeinsam mit der der KPD nahestehenden „Roten Hilfe Deutschlands“ sich in Reden, Protestkundgebungen, Demonstrationen und Spendensammlungen für die Unterstützung und Befreiung politischer, nichtamnestiebegünstigter Gefangener einsetzte. Nach seinem Ausschluß bei den „Kommunistischen Anarchisten“ wurde er Mitbegründer und Wortführer einer neuen „Anarchistischen Vereinigung“, in deren Dienst er auch seine von 1926 bis 1931 erschienene Zeitschrift „Fanal“ stellte. Sehr früh erkannte er das Erstarken der vom Großkapital ausgehaltenen NSDAP und engagierte sich wiederum für ein Zusammengehen aller linken proletarisch-revolutionären Kräfte, um die heraufziehende Gefahr der NS-Diktatur abzuwehren. Dabei scheute er auch nicht die sporadische Zusammenarbeit mit dem „sozialistischen“ Flügel der NSDAP um Otto Strasser (der später mit 200 weiteren die NSDAP verließ und eine „Bewegung nationalsozialistischer Revolutionäre“ gründete). Im Jahr 1928 verfaßte Mühsam sein Bühnendrama „Staatsraison“, das den Fall der beiden in den USA zum Tode verurteilten und 1927 hingerichteten Anarchisten Sacco und Vanzetti szenisch darstellte. 1930 kam in München Mühsams letztes Bühnenwerk „Alle Wetter“, das sich mit der Gefahr einer nationalsozialistischen Diktatur befaßte, zur vielbeachteten Aufführung. 1931 schloß der „Schutzverband Deutscher Schriftsteller“ Mühsam wegen seiner anarchistischen und radikalen antifaschistischen Aktivitäten aus. Dem Nazipropagandisten Joseph Goebbels entging Mühsams Gegnerschaft nicht und nannte ihn einen „jüdischen Wühler“, mit dem man „kurzen Prozeß machen“ müsse, sobald die NSDAP zur Macht gelangt sei. Eineinhalb Jahre später lösten die Nazis dieses unheilvolle „Versprechen“ ein: Am 30.Januar 1933 wurde den Nazis im Reich die Macht übergeben, im Februar gleichen Jahres wurde der sogenannte Reichstagsbrand inszeniert, um eine Handhabe für einen breitangelegten Terror gegen die Linke zu schaffen. Am 28. Februar 1933 früh um 5 Uhr, nur wenige Stunden nach dem Reichtagsbrand, wurde Erich Mühsam von einem SA-Schlägertrupp verhaftet und zunächst in das Berliner Gefängnis Lehrter Straße verschleppt. Kurze Zeit später setzte sich unter schwersten Misshandlungen sein Leidensweg im KZ Sonnenburg, im Gefängnis Berlin-Plötzensee und im Zuchthaus Brandenburg fort. Im Januar 1934 wurde er ins KZ Oranienburg verlegt. Dies sollte seine letzte Leidensstation sein: Am 10. Juli 1934 wurde er von den Nazischergen umgebracht und in einer Latrine aufgehängt. Diesen Mord versuchten die Nazis in ihren Presseorganen zu vertuschen und Erich Mühsam zu verhöhnen. Sie titelten: „Ein Anarchist richtete sich selbst“ und nannten ihn in einem Atemzug einen sozialdemokratischen (!) Dichter und Kommunisten. Spätestens damit mußte jedem klar werden, daß der Naziterror die gesamte Linke (Anarchisten, Sozialisten, Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten) betraf.

Beerdigt wurde Mühsam am 16. Juli 1934, mittags um 1 Uhr, auf dem Waldfriedhof Berlin-Dahlem.

Nachspiel:

Das Stalinregime lockte Erich Mühsams Witwe, Zensl, in die Sowjetunion, wo sie im Auftrag des Parteiverlages MOPR Vortragsreisen über Leben, Werk und Tod ihres Mannes sowie über das NS-Terrorregime in Deutschland machen durfte. Zensl Mühsam wurde von den Stalinisten propagandistisch ausgebeutet, dann nach Sibirien deportiert und sollte dann an die Nazis ausgeliefert werden, was letztlich aber nicht geschah. Der sowjetische Geheimdienst NKWD, Vorläufer des späteren KGB, konnte sich so des Nachlasses mit noch zahlreichen unveröffentlichten Manuskripten Erich Mühsams bemächtigen. Er befindet sich im Archiv des Moskauer Maxim-Gorki-Instituts. Zensl Mühsams weiterer Lebensweg wurde nach dem Ende des 2. Weltkriegs von deutschen Anarchisten, vor allem von Rudolf Rocker, recherchiert. Sie starb 1962 in Ostberlin. Kresczensia („Zensl“), geborene Elfinger, war mit Mühsam seit 1915 bis zu dessen gewaltsam herbeigeführten Tod 1934 verheiratet. Bei seiner Beerdigung, an der weniger als zwanzig Menschen teilnahmen, hatte sie bereits zusammen mit ihrer Freundin Grete Dettmer die deutsche Staatsgrenze überschritten.
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Zum Weiterlesen:

Autobiographisches:
-Erich Mühsam: Unpolitische Erinnerungen. Verlag Klaus Guhl, Westberlin 1977
-Erich Mühsam: „Selbstbiographie“. europäische ideen, Heft 5/6, Westberlin 1974
-Erich Mühsam: Von Eisner bis Leviné.  Verlag Klaus Guhl, Westberlin 1977
-Erich Mühsam: Tagebücher 1910 bis 1924. dtv , München 2004
-Erich Mühsam: Ascona. Verlag Klaus Guhl, Berlin 1977

Biographisches:
-Kurt Kreiler: Erich Mühsam –Leben und Tod eines deutschen Anarchisten. Erich-Mühsam-Gesellschaft, Lübeck 1994
-Heinz Hug: Erich Mühsam - Untersuchungen zu Leben und Werk. Verlag Topos Ruggell (Schweiz) 1974
-Wolfgang Haug: Erich Mühsam – Schriftsteller der Revolution. Trotzdem-Verlag, Grafenau 1984
-Rolf Kauffeldt u.a.: Erich Mühsam – Revolutionär und Schriftsteller. Erich-Mühsam-Gesellschaft, Lübeck 1997
-Wolfgang Haug (Hrsg): Erich Mühsam. Ich bin verdammt zu warten... Trotzdem-Verlag, Reutlingen 2004
-Kreszentia Mühsam: Der Leidensweg Erich Mühsams. Harald-Kater-Verlag, Berlin 1994
-Augustin Souchy: Erich Mühsam. Sein Leben, sein Werk, sein Martyrium. Trotzdem-Verlag, Reutlingen 1984
-Chris Hirte: Erich Mühsam. „Ihr seht mich nicht feige“. Verlag Neues Leben, Berlin 1985

Sonstiges:
-Wolfgang Haug u.a.: Erich Mühsam ... Der Anarchismus und Expressionismus – die Frauenfrage – Ludwig Thoma. Erich-Mühsam-Gesellschaft, Lübeck 1998
-Diana Köhnen: Das literarische Werk Erich Mühsams. Kritik und utopische Antizipation. Verlag Königshausen & Neumann 1988
-Erich Mühsam: Trotz allem Mensch sein. Hrsg.: Jürgen Schiewe/Hanne Maußner Reclam-Verlag 2003
-Heinz Hug/Gerd W. Jungblut: Erich Mühsam (1878-1934). Biographie. Verlag Topos Ruggell (Schweiz) 1990
-Christlieb Hirte (Hrsg.): Erich Mühsam. Streitschriften. Literarischer Nachlaß. Rixdorfer Verlagsanstalt, Berlin 1985.
-Günther Gerstenberg (Hrsg.): Erich Mühsam – Wir geben nicht auf. Texte und Gedichte. Alitera-Verlag, München 2003

Werkauswahl:
-Die Wüste. Gedichte (1904)
-Die Hochstapler. Ein Lustspiel (1906)
-Der Krater. Gedichte (1909)
-Brennende Erde (1920)
-Revolution (1925)
-Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat (1932)
-Die Freivermählten. Schauspiel (1914)
-Judas. Drama (1921)
-Staatsraison (1928)
-Die Einigung des revolutionären Proletariats im Bolschewismus. Streitschrift gegen die Parteidiktatur (1922)
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Mein Interesse an Erich Mühsam

Mit der Person Erich Mühsam befasse ich mich seit Mitte – genauer: seit Mai - des Jahres 1968, als ich gemeinsam mit anderen in Mannheim eine anarchistische Gruppe gründete. Wir waren zunächst vier Arbeiter, die damals die „Anarchokommunistische Gruppe Erich Mühsam“ bildeten. Ein paar Wochen und Monate später gesellten sich noch weitere Leute zu uns, darunter Lehrlinge, Schüler, Schülerinnen, auch Studentinnen und Studenten. Den Einfall, die Gruppe nach Erich Mühsam zu benennen, hatte der Genosse Gerd Klotsch, der 1993 auf dem abendlichen Nachhauseweg von einem Streifenwagen der Polizei überfahren und dabei tödlich verletzt wurde. Außer dem aus Dresden stammenden Genossen Klotsch, der in den Fünfziger Jahren im DDR-Gefängnis Bautzen eine Zeitlang inhaftiert gewesen war, konnte damals zunächst niemand von uns mit Mühsams Namen etwas anfangen. In der DDR war der 1934 von den Nazis ermordete Erich Mühsam kein Unbekannter, zumal er durch seine in den Zwanziger Jahren geleistete Zusammenarbeit mit der – stark kommunistisch beeinflußten – „Roten Hilfe Deutschlands“ (RHD) vielen Parteikommunisten noch lebendig in Erinnerung war. Deshalb wurden in der DDR einige Werke von ihm wieder neu aufgelegt, Straßen und Plätze, und sogar eine Kaserne nach ihm benannt. Diese ist wohl die einzige Kaserne in Deutschland, die nach einem erklärten Antifaschisten, Antimilitaristen, Kriegsgegner, Anarchisten und damit Staatsgegner benannt wurde. Die Erinnerung an Erich Mühsam blieb in der DDR bis zu ihrer Auflösung immer bestehen – nicht aber im westlichen, restlichen Deutschland, wo bereits zu Beginn der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts anfänglicher Antifaschismus bald purem Antikommunismus gewichen war. Das Gedenken an antifaschistischen Widerstand hatte im amerikahörigen Westdeutschland keinen Platz.

Originaltext: http://www.anarchie-mannheim.de/downloads/Erich_Muehsam.rtf


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