Ihr "Glück in Argentinien zu machen" hofften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele verarmte und politisch verfolgte Europäer. Mit ihnen kamen auch ihre politischen Ideen über den Atlantik an den Rio de la Plata. Vor allem Anarchisten haben die Geschichte der argentinischen Arbeiterbewegung zeitweise entscheidend beeinflusst. Mit Streiks wollten sie nicht nur bessere Löhne erkämpfen, sondern auch eine Gesellschaft "ohne Herrschaft von Menschen über Menschen", ohne Hierarchien und staatliche Zwangsjacke. Eine Mehrheit entschied sich für den gewaltlosen Weg, eine Minderheit beharrte dagegen auf gewaltsame "direkte Aktionen". So die sogenannten "Enteigner", die mit Bank- und Fabriküberfällen die Revolution finanzieren wollten. Einige gewaltfreie Ideen der Anarchisten haben bis heute überlebt. So in selbst verwalteten Fabriken am Rio de la Plata.

Eine hörenswerte Radiosendung des SWR 2


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