Blogarchiv Beiträge 2011

Blogarchiv von www.anarchismus.at - Die Beiträge aus dem November und Dezember 2011.


 

Die Homepage Dissident Voice hat - analog zu kursierenden Listen der "Top Ten Youtube-Videos" in Mainstreammedien - eine Liste der Top Ten Videos zur Revolte 2011 zusammengestellt. Tja, wer hätte diese Entwicklungen vor einem Jahr vorhergesehen?

1. “Suicide that sparked a revolution”

http://www.youtube.com/watch?v=47d6fyaOjRM




Aktionen des zivilen Ungehorsams haben weltweit Konjunktur: in Kairo, Madrid, Athen, New York, Frankfurt … überall gehen Menschen auf die Straße. Die Zelte und Platzbesetzungen, die Blockaden und Flashmobs zeigen unmissverständlich, dass eine neue globale Generation von Ungehorsamen, Empörten und Wutbürger_innen entstanden ist. Gegen Prekarisierung, Perspektivlosigkeit und erstarrte Autoritäten entsteht die Forderung nach direkter Demokratie und Partizipation an politischen Entscheidungen.




Merry crisis and a happy new fear

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Inhalt:

  • Vor dem Neonaziprozess in Graz. Eine Information über die Anklage, die Angeklagten und interessante ZeugInnen
  • RFJ-Chef Hannes Amesbauer zur Freizeitgestaltung von RFJ-Funktionären
  • Wo Gerhard Kurzmann zu Gast ist
  • Nachricht von Honsik
  • Polizeiliche Panikmache. Ein kritischer Blick auf die Weltsicht von Polizeidirektor Gaisch
  • Jahn-Denkmal in Graz bekommt Zusatztafel
  • Auch in Graz: Haft ohne Grund. Einige Notizen zu den Bedingungen der Schubhaft in der Steiermark
  • Polizeiwillkür kostet Geld – aber diesmal … den Behörden in Graz und Wien
  • Das staatliche Strafen. Teil 1
  • Kurzmeldungen


enterhaken Nr. 21 downloaden.




„Kein Bock auf Bleiwüste? Kein Bock, jedes zweite Wort im Fremdwörterbuch nachschlagen zu müssen? Na gut, so schlimm ist die Graswurzelrevolution nicht…“, so begann im Frühjahr 2007 der in der libertären Monatszeitung Graswurzelrevolution (GWR) abgedruckte Aufruf zur Gründung einer neuen Jugendzeitung. Kurz darauf bekam das neue Zeitungsprojekt den Namen „utopia“. Mit der GWR waren wir von Anfang an fest verbunden. Am 22. Juli 2007 traf sich die Redaktion – damals drei Leute – erstmals, um die Jugendzeitung für eine gewaltfreie und herrschaftslose Gesellschaft zu basteln. Gleich bei dem Treffen in Münster wurde das noch in dieser Ausgabe zu sehende utopia-Logo entworfen. Außerdem wurde natürlich die erste Ausgabe geplant.




Laut übereinstimmenden Berichten von “junge Welt” und “BBC-online” kam es am Mittwoch, den 7. Dezember in folgenden Städten zu spontanen Arbeitsniederlegungen: London, Cardiff, Manchester, Merseyside, Glasgow, Hull and North East Lincolnshire.

Christian Bunke schreibt in der jungen Welt: “Der Protest richtete sich gegen geplante Lohnkürzungen um 35 Prozent. Sieben große Baufirmen des Landes wollen aus dem bisher gültigen Tarifsystem aussteigen. Insbesondere jüngere Generationen werden davon betroffen sein, da deren Ausbildung durch das geplante Modell massiv verschlechtert wird. Die Aktion am Mittwoch zielte speziell auf das Unternehmen Balfour Beatty. In dessen Belegschaft gab es eine Urabstimmung, bei der 80 Prozent aller befragten Arbeiter für einen Streik stimmten. Daraufhin zog das Unternehmen vor Gericht und erwirkte eine gerichtliche Verfügung.

Britische Antigewerkschaftsgesetze machen legale Streiks sehr kompliziert, teilweise unmöglich. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren deshalb zu wilden Streiks in verschiedenen Branchen, zum Beispiel bei der Post, vor allem aber in der Bauindustrie. Auf den 7. Dezember hatten sich landesweit koordinierte Basiskomitees vorbereitet. Ob legal oder nicht, allen war klar, daß es an diesem Tag zu einem landesweiten Streiktag gegen Balfour Beatty kommen würde.”

Quelle: Wobblies




Während immer mehr industrielle Betriebe in Frankreich geschlossen oder ins Ausland verlagert werden, wehren sich die Arbeiterinnen und Arbeiter einer Teebeutel­fabrik in der Provence gegen die Einstellung der Produktion. Nachdem ihnen im August gekündigt worden war, besetzten sie vor drei Monaten das Werk. Sie wollen mit einem »alternativen Projekt« selbstorganisiert weiterarbeiten.

»Wir sind rund 100 Leute, die sich in verschiedenen Schichten ablösen, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche.« Gérard Cazorla, Gewerkschaftssekretär des Betriebskomitees, spricht nicht etwa über die Schichtarbeit, sondern darüber, wie die Besetzung der Teebeutelfabrik Fralib organisiert ist, die Beuteltee der internationalen Marke Lipton und der französischen Marke Éléphant herstellt. Ende Juli wurde die Produktion im Betrieb in Gémenos in der Nähe von Marseille eingestellt. Der Konzern Unilever, dem die Fabrik gehört, will die Produktion der beiden Marken in seine Werke in Polen und Belgien verlegen. Den 182 Arbeiterinnen und Arbeitern von Fralib wurde im August gekündigt. Einige Wochen nach der Schließung beschloss die Belegschaft im September, das Werk in Gémenos zu besetzen, um den Abtransport der Maschinen nach Polen und Belgien zu verhindern.

Den gesamten Artikel gibt es bei der jungle world




Anfang Dezember erschien die zwölfte Ausgabe der anarchistischen Online-Zeitung Gǎi Dào. Herausgegeben wird die Zeitung vom Forum deutschsprachiger Anarchistinnen und Anarchisten.

Inhalt:

  • Editorial
  • Zur Revolution in Ägypten / TEIL IV
  • Die USA wacht auf (Analyse zur Occupy-Bewegung)
  • Erklärung der ZSP-Warschau zu den Ereignissen rund um den Polnischen Unabhängigkeitstag
  • Der Fall nationalsozialistischer Untergrund
  • Dresden, Gedenken an Reichspogromnacht
  • Jetzt Pfändungsschutzkonten einrichten
  • Reflexionen aus einer beschädigten Utopie
  • IWW – Breite gewerkschaftliche Koordination
  • Anmerkungen zur Jungle World – Reportage „Selbstorganisiert gegen die Krise“
  • Termine
  • Wer Wir Sind & Was Wir Wollen


Gǎi Dào Nr. 12 kann hier heruntergeladen werden.




Im Juni informierte das Institut für Syndikalismusforschung über die Unterlassungsaufforderung eines Heiner Becker, der für sich die ausschließlichen Rechte an den Werken von Rudolf Rocker und Milly-Witkop-Rocker in Anspruch nimmt. Dieser hatte dem presserechtlich Verantwortlichen des Instituts durch seinen Rechtsanwalt eine Unterlassungserklärung zugeschickt, die dieser schließlich unterzeichnet hat. Neben uns sind weitere Personen von Beckers Urheberrechtsanspruch betroffen. Gegen sie wurden auf Anzeige von Heiner Becker polizeiliche Ermittlungsverfahren eingeleitet, so u.a. gegen den Herausgeber der Zeitschrift „Barrikade“. Dieser hat am 30. Oktober eine öffentliche Erklärung zu diesen Vorgängen abgegeben.




Von der lesenswerten anarchistische Zeitung "Black Flag" aus England steht nun die Nr. 233 aus dem Mai 2011 zum Download bereit. Viel Spaß beim Lesen.

Inhalt:

  • Cover story: Lessons of protest
  • In focus: The students’ fight
  • Analysis: Exposing neoliberal doublespeak as cuts hit the economic “recovery”
  • Breathing Utopia: Looking at how our mail system would work ... post revolution.
  • Analysis: The Stage Army
  • Interview: Active Distribution
  • Interview: Atari Teenage Riot
  • History: Making of a people’s song: How the Red Flag was inspired by anarchists
  • Radical Reprint: Remembering Kronstadt on its 90th anniversary
  • History: Class struggle and its burgeoning influence on the story of stories
  • History: Part Two of Brian Morris’s ode to the revolutionary prince, Peter Kropotkin

 




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