Vor 61 Jahren starb der Anarchist Willy Jelinek am 24.3.1952 im Zuchthaus Bautzen der DDR unter "ungeklärten Umständen". Er kam über die Zeitung "Proletarischer Zeitgeist" (entstanden aus der Allgemeinen Arbeiterunion - Einheitsorganisation (AAU-E)) zum Anarchismus und Anarchosyndikalismus. Bereits 1933 in "Schutzhaft" der NationalsozialistInnen gelandet, erging es dem Metallarbeiter im "Arbeiter- und Bauernstaat" nicht besser.

Jelinek und andere hatten das regierungskritische "Rundschreiben Zwickau" herausgegeben. Sie organisierten eine gesamtdeutsche Informationsstelle Anarchismus in Zwickau und luden 1948 zu einer geheimen anarchistischen Konferenz nach Leipzig. Diese Konferenz wurde am 10.11.1948 von der Volkspolizei sowie der sowjetischen Geheimpolizei gesprengt und alle Anwesenden verhaftet. Zuerst im "Speziallager Sachsenhausen" interniert, das nun von den KommunistInnen teilweise auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers betrieben wurde, wurde Willy Jelinek anschließend nach Bautzen gebracht. Ein sowjetisches Militärtribunal verurteilte ihn am 26. Februar 1949 wegen „antisowjetischer Agitation“ und „illegaler Gruppenbildung“ zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren.


Nie wieder Faschismus - nie wieder Bolschewismus!

Willi Jelinek ist tot

 


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