Zum ersten Mal findet in Deutschland ein Geschichtsort der anarchosyndikalistischen Bewegung als Kulturdenkmal offiziell Anerkennung.

Bakuninhütte MeiningenErrichtet wurde die Bakuninhütte ab 1925 von Mitgliedern der Meininger Ortsgruppe der anarchosyndikalistischen FAUD - bald diente sie der Bewegung als Treffpunkt für überregionale Veranstaltungen, Seminare, Feste und Zeltlager. Mit der Machtübergabe an die NationalsozialistInnen 1933 wurde der "Siedlungsverein für gegenseitige Hilfe e.V." zwangsaufgelöst und enteignet, die Hütte an den SS-Sturm IC/57 Meiningen übergeben. 1935 übernahm die NSDAP München die Hütte, 1938 wurde sie an einen Bewohner eines Nachbardorfes verkauft. 1945 enteignete die Sowjetische Militäradministration den Besitzer, die Rehabilitierung des anarchosyndikalistischen Siedlungsvereines wurde jedoch verweigert. 1947 übernahm die SED die Hütte, übergab diese später an die Gemeinde Ellingshausen - ab 1970 diente die "Bakuninhütte" dann der Bereitschaftspolizei für Trainingszwecke. Nach der Wende entstanden erste Bemühungen, die Bakuninhütte zu bewahren, was schließlich durch Ankauf des Geländes 2005, Gründung des "Wanderverein Bakuninhütte e.V." und Renovierungsarbeiten gelang.

„Freies Land und freie Hütte,
freier Geist und freies Wort,
freie Menschen, freie Sitte,
zieht mich stets zu diesem Ort!“.
(Hüttenspruch der Bakuninhütte)

Mehr Informationen: www.bakuninhuette.de / Freies Land und freie Hütte...


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