Ein wichtiger Diskussionsbeitrag aus dem Antifaschistischen Infoblatt

„Dumme Hellersdorfer Nazi-Prolls“. Die Dämonisierung der Arbeiter_innenklasse und die Antifa

Das Bild dürfte in jeder zweiten sorgfältig dekorierten Antifa-WG schon einmal an der Wand gehangen haben. Es zeigt den mittlerweile verstorbenen Harald Ewert, der mit Deutschlandtrikot bekleidet in vollgepisster Jogginghose seinen rechten Arm hebt. Aufgenommen während der rassistischen Ausschreitungen im Sommer 1992 in Rostock-Lichtenhagen, wurde das Motiv zum Symbol für den mörderischen Rassismus im gerade „vereinten“ Deutschland. Das Bild ging um die Welt und der Repräsentant des neuen deutschen Rassismus war gefunden.
Ein Debattenbeitrag von Rocky Meyer

Mehr als zwanzig Jahre später, im August 2013 in Berlin-Hellersdorf, waren es wieder organisierte Neonazis und Alltagsrassisten, die gegen Geflüchtete Stimmung machten. Und wieder war es eine Plattenbausiedlung auf dem Gebiet der ehemaligen DDR − und wieder gab es ein symbolträchtiges Bild. Unter den Rassisten fiel ein junger Mann mit Glatze und Jogginghose auf, der den Geflüchteten und Unterstützer_innen ebenfalls seinen ausgestreckten rechten Arm präsentierte. Der Mann schien der gleiche Repräsentant für den wieder erstarkten neuen deutschen Rassismus der frühen 90er Jahre zu sein: Der hässliche Nazi-Proll.

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