News / Mein "Blog"

Neues aus anarchistischen und sozialrevolutionären Bewegungen und was mir halt gerade so durch den Kopf geht. Die alten Beiträge findet ihr nach Monaten sortiert, einzelne sind thematisch archiviert oder wurden in die Textsammlung verschoben.

Hier ist es derzeit leider ziemlich still geworden - für regelmäßige Veröffentlichungen fehlt mir gerade die Zeit... Regelmäßig aktualisierte News gibt es aber bei meinem Twitter-Account oder auf Facebook.



 

„Bitte schicken Sie uns einige Maschinengewehre und Zigaretten...“

...ist der Titel einer im Institut für Anarchismusforschung erschienenen Broschüre über Leo Rothziegel. Der Autor Peter Haumer erzählt über die wichtigsten Etappen seines kurzen Lebens und die wichtige Rolle, die er im Jännerstreik 1918 und in der österreichischen Revolution 1918/19 gespielt hat.

Zur Broschüre: Anarchia-Versand
Zur Radiosendung: Anarchistisches Radio Wien




...Deutschpunk aus den 80ern

Canalterror: Maximierung des Gewinns
https://www.youtube.com/watch?v=WrtIjdwTAW4




Mehr Informationen und Programm unter www.buechermesse.at

Anarchistische Buchmesse Wien 2016




Revista Buna Nr. 3Die dritte Ausgabe des libertären Rumänien-Magazins BUNĂ ist soeben erschienen. Über den Inhalt schreibt die Redaktion im Editorial:

“Liebe Leserinnen und Leser, diese Zeilen werden in bewegten Zeiten geschrieben. Millionen Menschen sind aufgrund von Krieg, Mord, Versklavung und Vertreibung auf der Flucht. Religiöse Faschisten ermorden kritische und libertäre JournalistInnen, ermorden KonzertbesucherInnen. Kritik an Religionen, an „Gott“, Lebensfreude und Heavy Metal ist ihnen „Sünde“. Das haben der Islamische Staat als auch die Rumänisch-Orthodoxe Kirche gemeinsam. Nach dem verheerenden Brand während eines Heavy Metal Konzertes im Bukarester „Colectiv-Klub“ wurden aus der orthodoxen Kirche Stimmen laut, die verbrannte und verletzte BesucherInnen als „Satanisten“ bezeichneten. Die ideologischen Welten des Islamischen Staates und der Rumänisch-Orthodoxen Kirche liegen also gar nicht so weit auseinander. Ausländerfeindliche und faschistische Bewegungen erleben in ganz Europa einen Aufschwung. Der Rassismus wächst und nicht wenige „demokratische“ Regierungen bekämpfen die Flüchtenden mit Zäunen, Lagern, Tränengas, Schlagstöcken und Abschiebungen.

In dieser Zeit ist es eine vordringliche Aufgabe, rassistischen und faschistischen Bewegungen entschieden entgegenzutreten, staatlichen Rassismus zu benennen und zu bekämpfen und für die menschliche Selbstbestimmung einzutreten. Hunderttausende in Europa tun dies. Anarcho-SyndikalistInnen und AnarchistInnen gehören dazu. In Rumänien und Deutschland, in Ungarn und Griechenland. Wir sollten die politisierten Zeiten dafür nutzen, über die praktische Solidarität und den Antifaschismus hinaus unsere anarchistischen Gesellschaftsvorstellungen und Werte zu vermitteln. Nur eine starke anarchistische-syndikalistische Bewegung, die zu einer freien Gesellschaft führt, ist schlussendlich in der Lage, allen Menschen ein Leben in Freiheit, Würde und Gleichberechtigung zu ermöglichen.

Seit dem Erscheinen des letzten Heftes führten Massendemonstrationen und der öffentliche Druck der Bevölkerung zum Rücktritt der Ponta-Regierung. Corupția ucide – Korruption mordet! Wir berichten darüber. Aufgrund des begrenzten Platzes konnten wir einige Meldungen in der Nachrichtenrubrik nicht mit in das Heft nehmen. Sie informierten mehrheitlich über viele weitere Korruptionsverfahren in Rumänien gegen hochrangige Politiker, Bürgermeister, Polizeibeamte und Wirtschaftsbosse und über die aktuellen Entwicklungen in Moldawien. Mehr dazu also im nächsten Heft.

Ein weiteres Mal blicken wir zudem auf die Kampagne zur Rettung von Roșia Montană und ihr Verhältnis zu den rumänischen Faschisten und Nationalisten. Wir gehen der Frage nach, ob der Antifaschismus nur vorgeschobene Fassade ist, um die Unterstützung von Gruppen in Westeuropa nicht zu verlieren. Ein Interview konnten wir mit einem Verantwortlichen einer rumänischen atheistischen Aufklärungsseite führen. Seine positive Einschätzung über die Entwicklung der Religionskritik im Land können wir so allerdings nicht teilen, auch wenn wir Fortschritte feststellen. Über die Notwendigkeit von Religions- und Kirchenkritik berichtet der Beitrag über eine Sonderausgabe der atheistischen Zeitschrift MIZ, die die Mordanschläge auf Redakteure und MitarbeiterInnen von Charlie Hebdo thematisiert. Gibt es Grenzen der Satire und Meinungsfreiheit, wenn sie „religiöse Gefühle“ verletzen könnte? Die aktuelle schwierige rechtliche Situation emigrierter ArbeiterInnen aus EU-Staaten nach Deutschland behandelt kenntnisreich ein Beitrag von Genossen der IWW. Das Bleiberecht dieser ArbeiterInnen hängt an einer fünfjährigen Probezeit. Wichtig ist der gemeinsame Kampf aller in Deutschland lebenden Lohnabhängigen gegen Spaltungen und Befristungen, im gemeinsamen Interesse, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Lohndrückereien zu verhindern.




In den kalten Wintertagen und als der Frust über diese grauenvolle Stadt und ihre gschissene Stadtverwaltung wiedermal am Höhepunkt war am Wagenplatz Treibstoff, entsprang die Idee für ein paar Tage voll Programm, Sichtbarmachung und Vernetzung in und rund um Wien. Die andren Wagenplätze wurden kontaktiert – achja da wär ja auch noch 10Jahre Wagenleben in Wien zu feiern. Und langsam entwickelte sich, mit Unterstützung und Motivation anderer Gruppen, die Idee Aktionstage zu machen. Um auf die ganze dampfende Kacke aufmerksam zu machen und sich in dem frustrierendem Sumpf an sozialer Kälte zu erheben und vielleicht mal wieder etwas bestärkendes zu erleben.

Und so sind wir nun hier, verschiedenste Gruppen und einzelne Personen die Bock drauf haben diese Stadt zu gestalten, sich den Raum zurückzunehmen der vom Kontrollwahn der Verwaltung und Regierung fest umklammert wird, um Wissen zu teilen das sich Menschen erkämpft und gesucht haben, um sich zu vernetzen und sich nichtmehr allein zu fühlen in dieser isolierten Gesellschaft...

Weitere Infos und Programm: http://fractiononwheels.noblogs.org/




Seit ewig im Musikgeschäft und immer noch hörenswert...

Microphone Mafia feat. Höhner: Wann jeiht dr Himmel widder op
http://www.youtube.com/watch?v=0OH_Sjsh2Uo




In ganz Europa werden am 19. März 2016 zehntausende Menschen unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen“ auf die Straße gehen. Wir laden alle solidarischen und antirassistischen Initiativen und Privatpersonen ein, gemeinsam mit Flüchtlingen gegen die „Festung Europa“ zu demonstrieren. Wir heißen alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden. Machen wir sichtbar, dass die überwältigende Mehrheit für Menschlichkeit und Toleranz statt rassistischer Sündenbockpolitik steht.

Wir stehen für eine Friedenspolitik. Wir stehen für die Erhöhung des Budgets für humanitäre Hilfe statt Elend und „Richtwerten“ für Flüchtlinge. Wir stehen für ein Bündnis aller Benachteiligten statt für das Ausspielen von Menschengruppen gegeneinander. Es ist genug für alle da. Der Reichtum ist nur falsch verteilt. Armut ist kein Schicksal, sondern die Folge einer verfehlten Politik. Solidarische Helfer_innen auf den Bahnhöfen, in Flüchtlingsheimen und an Grenzen, zivilgesellschaftliche Initiativen und die Flüchtlinge selbst haben 2015 die Regierung gezwungen, die Grenzen zu öffnen. Am 3. Oktober gingen 70.000 Menschen für eine menschliche Asylpolitik auf die Straße, 150.000 besuchten das Konzert „Voices for Refugees“. Entgegen der solidarischen Haltung der Bevölkerung verschärft die Regierung die Asylgesetze, baut an Zäunen in Österreich und um Europa und kriminalisiert Hilfsbereitschaft. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Regierungen mit ihrer menschenverachtenden Politik durchkommen.

Um Europa keine Mauer - Grenzen öffnen, das Massensterben im Mittelmeer beenden, keine Zäune und keine „Hot Spots“. Unterstützung für Menschen, die unmittelbar vor Ort in Flüchtlingslagern und an den Grenzen der Kriegsgebiete leben Willkommenskultur und Solidarität statt „Obergrenzen“

Bleiberecht, menschenwürdige Behandlung und Qualitätsstandards, rasche Öffnung des Arbeitsmarktes und keine Senkung der Mindestsicherung Asyl ist Menschenrecht

Gegen die Zerschlagung des Rechts auf Familiennachzug („Asyl auf Zeit“), gegen die künstliche Trennung von Menschen, die vor Krieg und aus anderen Gründen fliehen müssen (Armut, usw.) Fluchthilfe ist kein Verbrechen

Weg mit § 114 FPG („Schlepperei“) und § 120 FPG (rechtswidrige Einreise und rechtswidriger Aufenthalt)

Rücktritt der Innenministerin, die jeder guten Lösung im Weg steht

Nein zur Festung Europa!

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Demonstration: Samstag, 19.3.2016 - 13:00 Uhr Wien, Karlsplatz
Homepage: http://menschliche-asylpolitik.at
Plattform Asylrechtsverschärfung stoppen: http://asylrechtsverschaerfung-stoppen.at




Von Occupy bis Ferguson: Immer wenn eine neue Graswurzelbewegung entsteht, bemängeln Expert*innen, das Fehlen klarer Forderungen. Warum fassen Protestierende ihre Ziele nicht zu einem einheitlichen Programm zusammen? Warum gibt’s da keine Vertreter*innen, die mit den Herrschenden verhandeln können, um konkrete Vorstellungen über institutionelle Wege voranzubringen? Warum können sich diese Bewegungen nicht in vertrauter Sprache und mit angemessenem Anstand ausdrücken?

Keine ForderungenOft ist dies die hinterlistige Rhetorik derer, die sich von Bewegungen die Beschränkung auf gesittete Appelle wünschen. Wenn wir einen Plan verfolgen, den sie lieber nicht wahrhaben wollen, erklären sie diesen für irrational oder unschlüssig. Vergleiche den „People‘s Climate March“ letzten Jahres, der 400.000 Personen hinter einer einfachen Botschaft vereinte und so wenig Protest mit sich brachte, dass die Polizei nicht mal eine einzige Person festnehmen musste, mit den Baltimore Riots ab April 2015. Viele priesen den Climate March, während sie die Aufstände in Baltimore als irrational, skrupellos und unwirksam verspotteten; der Climate March hatte jedoch wenig konkrete Auswirkungen, während die Aufstände in Baltimore die Staatsanwaltschaft dazu zwangen, eine beispiellose Menge von Polizist*innen anzuklagen. Du kannst dich darauf verlassen: Würden 400.000 Menschen auf den Klimawandel so reagieren, wie ein paar tausend auf den Mord an Freddie Gray, würden die Politiker*innen ihre Prioritäten anders setzen.

Selbst solche, die aus besten Absichten Forderungen fordern, missverstehen Forderungslosigkeit eher als ein Versäumnis, als eine strategische Entscheidung. Die heutigen forderungslosen Bewegungen sind kein Ausdruck politischer Unreife – sie sind pragmatische Antworten auf die Sackgasse, des gesamten politische Systems.

Wenn es so einfach für die Herrschenden wäre, den Forderungen der Protestierenden nachzukommen, könnte mensch meinen, wir würden mehr davon sehen. Von Obama bis Syriza, war es in der Realität jedoch nicht mal den größten Idealist*innen möglich, ihre Wahlversprechen einzuhalten. Der Fakt, dass nach den Baltimore Riots Freddie Grays Mörder*innen angeklagt wurden, legt nahe, dass die einzige Möglichkeit voranzukommen darin besteht, mit appellativer Politik endgültig zu brechen.

Das Problem ist nicht der Mangel an Forderungen heutiger Bewegungen; das Problem ist die Politik der Forderungen an sich. Wenn wir strukturellen Wandel wollen, sollten wir bei dem Spiel der Mächtigen, innerhalb des parlamentarischen Weges, nicht mitmachen. Wir sollten aufhören Forderungen vorzulegen und anfangen, Ziele zu setzen.




Wir lieben es, traditionelle Widerstands-, Protest- und Freiheitslieder von ihrem Muff der Lagerfeuerromantik zu befreien und sie in unser Punk/Ska Gewand zu stecken. Karl Marx würde Pogo tanzen. Arbeiterklasse trifft Deutsch-Punk. Revolution trifft Trinklaune. Proletariat verprügelt Grauzone...

Kapelle vorwärts: Es gibt Träume
http://www.youtube.com/watch?v=PKuk8lkOaeM




Wir suchen Leute, die Lust haben, mindestens drei Monate lang eine Kleingruppe von 3-5 Personen in Deutsch zu unterrichten – einmal wöchentlich (aber gerne auch öfter).

Erfahrung beim Unterrichten ist dabei zwar keine Voraussetzung, jedoch bedarf es der Zuversicht, in eigener Organisation sowie mit Vor- und Nachbereitung mindestens eine Stunde Teilnehmer_innen-orientiert gestalten zu können.

Zwischen Deutschzwang und mangelnden Angebot an Kursen fungiert ein offener und kostenloser Deutschkurs als Auffangbecken verfehlter Politiken – ergo: Unsere Kurse platzen aus allen Nähten!

Wir finden, jede_r hat das Recht (nicht) Deutsch zu lernen. Mit unserem neuen Projekt: „dezentrale Lerngruppen“ wollen wir unserem Raum- und Personalmangel entgegenwirken.

Startworkshop am 6.3.16 um 17:00, Amerlinghaus, Raum 4 Stiftgasse 8, 1070 Wien

Verbindliche Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen: https://offenedeutschkurse.wordpress.com/




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