Blogarchiv Juli - Dezember 2014

Die Blogbeiträge von Juli bis Dezember 2014.


 

Frisch aus der Druckerpresse: Soeben ist die erste Ausgabe der „BUNĂ – Zeitschrift für Befreiung & Emanzipation – nicht nur in Rumänien“ erschienen. Das 48-seitige Heft informiert über aktuelle politische und soziale Entwicklungen in Rumänien und legt einen weiteren Schwerpunkt auf die „Geschichte von unten“.

Buna - libertäres RumänienmagazinIm Vorwort heißt es über die Motivation der Redaktion: „Wir sind der Auffassung, dass es höchste Zeit ist, eine Zeitschrift herauszugeben, die kritisch auf die gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Entwicklungen in Rumänien blickt und über Neuigkeiten aus dem Land zwischen Banat und Schwarzem Meer informiert. Die BUNĂ soll dazu dienen, genauer hinter die Kulissen zu blicken. In den meisten Medien kommt Rumänien nur als Randthema vor. Dabei nimmt das Land eine wichtige geopolitische und –strategische Rolle in den Plänen der wirtschaftlichen und politischen Eliten ein. (…) Einen weiteren Schwerpunkt legen wir auf die „Geschichte von unten“. Wir möchten Kenntnisse über das widerständige und revolutionäre, das „bessere“ Rumänien vermitteln und Akteure aus der anarchistischen, syndikalistischen, sozialistischen Arbeiterbewegung vorstellen. Wir möchten fortschrittliche Schriftstellerinnen und Schriftsteller bekannter machen, an Ereignisse und Kämpfe erinnern und versuchen, daraus Lehren für uns heute zu ziehen. Es geht uns also um mehr, als die reine Information. Wie im Untertitel beschrieben, soll die BUNĂ einen Beitrag für Befreiung und Emanzipation leisten: Der Befreiung von Ausbeutung und Herrschaft sowie der Emanzipation zu einem freien, selbstbestimmten Leben in Würde. Solch ein Leben kann es nur ohne Staat, Patriarchat und Kapitalismus geben.“

Zur Homepage: http://revistabuna.wordpress.com




Projekt A taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Film über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe. Ausgangspunkt des Films ist dabei die Frage, ob die anarchistischen Ideen nur eine Vision weniger Menschen sind, oder sie einen Lebensentwurf für die gesamte Gesellschaft dastellen können.

Um den Film fertigzustellen benötigt das Kollektiv finanzielle Unterstützung – Unterstützt uns auf Startnext!

Projekt A Film

Zum Trailer auf vimeo
Zum Crowdfunding: startnext.de/projekt-A
Zur Homepage: projektA-film.net




Documentary from Greece about the prison society, its role in social control and the ongoing rebellion against it… (English subtitles)

The film focuses on the prison uprisings against the political repression and social war against the comrades in Greece as well as the hunger strikes against the Type-F prisons in Turkey which soon spread to engulf many of the prisons in Greece. These prisons are similar to the Type-C prisons in Greece, the FIES in Spain, the CSC in the UK and other punitive isolation torture regimes around the world.

During the afternoon R.Z. escapes again, for the last time. A detainee shouts to him, ‘How did you do it?’. R.Z answers: ‘From there at the top… you can’t find a way to escape from those walls, because there are other walls beyond… another prison. You must escape from the roof, and head towards the sun. They will never be able to build a wall between the sun and the earth’.

Our passion for freedom is stronger than all prisons!!!

Film: http://vimeo.com/108159482

PDF: http://abchurricane.noblogs.org/files/2014/10/prison-world_filaki-zine.pdf




Antiknasttage Wien 2014


Aufruf, Infos, Programm: http://antiknasttage2014.noblogs.org




Die Redaktion der Zeitung der Föderation deutschsprachiger AnarchistInnen schreibt im Vorwort der neuen Ausgabe: “Wir bleiben uns treu und bringen euch verschiedenste Beiträge aus aller Welt: Kuba (mit den ersten Libertären Tagen unter einer Castro-Regierung!), Japan, Griechenland und Kurdistan. (…) Was in dieser Ausgabe auch nicht zu kurz kommt, ist die Diskussion früherer Beiträge oder Erwiderungen auch solche. So werden sowohl die Diskussion um den „Christlichen Anarchismus“ wird fortgesetzt als auch die Diskussion um Bäume und andere Naturbetrachtungen (im breiteren Kontext der Waldbesetzung im Hambacher Forst). Und wie es scheint, werden manche andere Diskussionen auch in der kommenden Ausgabe forgesetzt.

Neben dem Fokus auf Griechenland möchten wir eure Aufmerksamkeit gerne auf die Rubrik „Analyse & Diskussion“ lenken, wo zunächst einmal die spannende Leipziger Gruppe „Reclaim Utopia“ eine Kritik des Politischen und insbesondere seiner Wirkungsmacht im kapitalistischen Kontext formuliert. Weitere Wortmeldungen zu diesem Thema sind explizit gewünscht, um die Diskussion weiterzuführen. Anschließend folgt eine Kritik der Gruppen gegen Kapital und Nation an der wahrgenommenen „Psychologisierung des Nationalismus“, genauer gesagt, an der Trennung zwischen Patriotismus und Nationalismus.“

Zur aktuellen Ausgabe als PDF




Am 5. September 2014 verstarb in Berlin der anarchistische Verleger Bernd Kramer im Alter von 74 Jahren.

Zusammen mit seiner im Frühjahr 2014 verstorbenen Frau Karin betrieb Bernd Kramer seit Anfang der 1970er Jahre den Karin Kramer Verlag in Berlin-Neukölln. Vier Jahrzehnte lang waren sie maßgeblich daran beteiligt, anarchistisches Gedankengut (wieder) zu veröffentlichen. Zahlreiche von ihnen verlegte Bücher haben auch mich politisch mitgeprägt. Dafür möchte ich euch hier nochmals herzlichst danken!

Möge die Erde euch leicht sein

Gedenkseite für Bernd Kramer: http://dadaweb.de/wiki/Bernd_Kramer_-_Gedenkseite
Gedenkseite für Karin Kramer: http://dadaweb.de/wiki/Karin_Kramer_-_Gedenkseite


Bernd Kramer

Bild: http://blogs.taz.de/




Von 15. bis 21. September findet heuer bereits zum 7. Mal die Internationale Woche des Grundeinkommens statt.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist eine bedingungslose, finanzielle Zuwendung, die jedem Mitglied der Gesellschaft in existenzsichernder Höhe, ohne Rücksicht auf sonstige Einkommen, auf Arbeit oder Lebensweise als Rechtsanspruch zusteht und eine Krankenversicherung inkludiert.

Das Programm in Österreich spannt einen Bogen von einführenden Veranstaltungen über die Finanzierungsfrage bis hin zu Themen wie Gesundheit, Ernährungssouveränität, Wachstumskritik und Nachhaltigkeit.

Mehr Infos:

Jede Menge Diskussionsbeiträge zum Grundeinkommen finden sich z.B. bei Labournet. Gegenstimmen oder kritische Einwände finden sich beispielsweise bei Thomas Bruhns oder Antje Schrupp.




This feature-length documentary focuses on the efforts by troops in the U.S. military during the Vietnam War to oppose the war effort by peaceful demonstration and subversion. It speaks mainly to veterans, but serves as a ready reminder to civilians that soldiers may oppose war as stridently as any civilian, and at greater personal peril.

Sir! No Sir!
http://www.youtube.com/watch?v=3nPJgeg6hpA

Zum umfangreichen Soldatenwiderstand in der US-Armee gegen den Vietnamkrieg gibt es auch zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. Widerstand in der US-Armee und US-Army Europe. Zu den amerikanischen Kriegsverbrechen in Vietnam ist Krieg ohne Fronten. Die USA in Vietnam empfehlenswert




Max Nettlau, geboren 1865 in Waldegg und 1944 in Amsterdam verstorben, gilt als bedeutendster Historiker der anarchistischen Bewegung. In den letzten Monaten wurden zahlreiche seiner Schriften digitalisiert, u.a. das umfangreiche Archiv seiner Unterlagen am "International institute for social history" in Amsterdam.




In Anbetracht unserer Arbeitssituation, der ökonomischen Abhängigkeit und der Verschärfung der Ausbeutung unserer Klasse, gründeten diesen Sommer Arbeiterinnen und Arbeiter in verschiedenen Arbeitszusammenhängen die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Wien (FAU-Wien). Die FAU-Wien ist eine Gewerkschaft, die auf den Prinzipien des Anarchosyndikalismus aufbaut und für alle Arbeiterinnen und Arbeiter offen steht. Wir sind unabhängig von Staat, Interessenvertretungen und ArbeitgeberInnen. Wir verpflichten uns nicht zur Friedenspflicht, betreiben keine StellvertreterInnenpolitik und die Mitglieder entscheiden über alle Belange ihrer Gewerkschaft selbst. Auch wenn wir den gleichen Namen wie die FAU in Deutschland und der Schweiz haben, sind wir organisatorisch und strukturell nicht in diese eingebunden.

Wenn unser Ziel die herrschaftsfreie und solidarische Gesellschaft ist, in der jede/r nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten leben soll, müssen wir jedoch die aktuellen Bedingungen erkennen und unser Leben hier und heute in die Hand nehmen. Das bedeutet für uns, dass wir die aktuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Klasse tagtäglich verbessern werden und so Stück für Stück diese sogenannte „Utopie“ Realität werden lassen. Die Auseinandersetzung mit dem Staat, seinen Machtstrukturen, wie auch den Strukturen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung sind in uns allen tief verankert, aus diesem Grund bedarf es eine kontinuierliche Auseinandersetzung und das Erkennen und Erlernen der eigenen Macht. Die Gründung unserer Gewerkschaft hat ihren Grund nicht in schönen Ideologien, theoretischer Reinheit und/oder Revolutionsromantik, sondern ergibt sich aus unserer ökonomischen Notwendigkeit als Arbeiterinnen und Arbeitern. Schöne Ideen gibt es viele, Heilsversprechungen für die Zukunft zuhauf, jedoch im Hier und Jetzt bauen wir in der alten Gesellschaft die neue auf!

Solidarische Grüße,

FAU-Wien

Weitere Infos und Homepage: http://fau.or.at




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