22. - 24. Februar Universität für Bodenkultur, Wien

Vor dem Hintergrund lebendiger globaler Bewegungen für einen Wandel in Richtung sozialer Zusammenhalt und  zukunftsfähige Wirtschaft gewinnen vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie an Kraft. Unsere Hoffnung gilt der Stärkung und Vernetzung aller solcher Initiativen und wir wollen kritische Theorien und praktische Projekte verbinden.

Wir wollen den Begriff „Solidarische Ökonomie“ bewusst nicht eng eingrenzen, um sehr unterschiedlichen Konzeptionen und Ansätzen Platz zu geben und kontroversielle Diskussionen zu ermöglichen. Darunter fallen z.B.: selbstverwaltete Räume und Betriebe, alte und neue Genossenschaften, solidarische Wohnformen und -projekte, Kommunen, Unternehmungen mit sozialer Zielsetzung, Tauschringe, Regionalwährungen, Frauenräume und feministische Projekte, Umsonstläden, alternative Finanzierungseinrichtungen, fairer Handel, Solidarische und Interkulturelle Gärten, Volxküchen, landwirtschaftliche Direktvermarktung, Ökodörfer, OpenSource, Alternative Bildungseinrichtungen, Wissensallmende, Grundeinkommensinitiativen, Reproduktions-genossenschaften, Wohnwagenprojekte  u.v.a.m.


Die Offenheit unserer Einladungspraxis entspricht den Prinzipien solidarischen Wirtschaftens: Wir verstehen uns eher als Bewegung denn als NGO, selbstorganisiert - Selbstorganisation ist zentral, dazu wird auf Kooperation, statt auf Konkurrenz gesetzt, also Entscheidungen werden gemeinsam getroffen - partizipativ – demokratisch –  Zivilgesellschaft, um Konsens bemüht -  egalitär – nichthierarchisch - keine Hierarchien und keine/n SprecherIn.

Unabdingbar für Konzepte, Themen und Projekte im Bereich Solidarische Ökonomie ist uns die Diskutierbarkeit dieser. Alles muss hinterfragbar bleiben können, auch die oben aufgelisteten Prinzipien - selbstreflexiv. Das gesamte Feld ist so komplex, dass EINE Erklärung mit absolutem Alleinwahrheitsanspruch nie angemessen sein kann - pluralistisch – vielfältig.

Solidarische Ökonomie steht für die Bereitschaft zu Austausch und Vernetzung. Wir arbeiten an einer Ökonomie, die sich an den menschlichen, unseren Bedürfnissen orientiert und nicht umgekehrt.

Alle Einzel- und Gruppeninitiativen sind dabei EINE unter VIELEN. Ein WIR ist nicht im Gegensatz zu den ANDEREN  konzipiert.


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